Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Nietzsche)

Donnerstag, 24. November 2011

Evolution sucks!

Dank kranker Miniblondine bin ich diese Woche nicht arbeiten. Wobei das so nicht richtig ist, ich verteile den größten Teil meiner Arbeit auf die frühen Morgen- oder die Abendstunden, wenn der Herr des Hauses in selbigem weilt und erledige das, was möglich, von zu Hause aus. Statt mit erwachsenen Menschen im Büro, verbringe ich meine Tage mit einer entweder mies gelaunten, weil müde und kranken Miniblondine oder einer mies gelaunte, weil kein Fieber und nicht ausgelasteten Miniblondine - läuft im Endeffekt auf dasselbe raus - Entspannung geht anders.
Als das Fieber es dann aber doch schaffte, die Miniblondine zu 50 Minuten Koma zu bringen, hatte ich so die Gelegenheit, mich mit Informationen, die niemand braucht, im TV abzulenken....es ging um Stress von Mann und Frau, wenn Arbeit und Familie im Spiel sind. Das getestete Paar: Mann, Anfang 40, Projektleiter, bis 17:30 Uhr außer Haus; Frau, ungefähr gleich alt, arbeitete bis 14 Uhr als Erzieherin und kümmert sich den Rest des Tages um die beiden halbwüchsigen Söhne, Haushalt, Einkauf, etc. Die Stress-Messgeräte messen erst ab Feierabend....Frau kommt nach Hause, Kinder ebenfalls, Mittagessen, Haushalt, Hausaufgaben, Wäsche, Einkauf, Garten, etc.....17:30 Uhr - der Mann kommt nach Hause. In der Woche macht er schonmal gar nichts im Haushalt oder wie er sagte "seine Mitarbeit in der Woche beschränkt sich darauf, mit seinen Söhnen Vokabeln zu lernen" und am Wochenende muss er ausruhen.....Mann kommt schon mit hohem Stresspegel nach Hause ("Ich hab ja noch nicht alles hinter mir gelassen, was tagsüber so gelaufen ist..."), 20 Minuten Hausaufgabenbetreuung - der Stresspegel schnellt ins Unermessliche, wobei der Nachwuchs brav am Tisch sitzt und fleißig mit macht (das kenne ich hier gaaaanz anders!) und selbst als Mann danach Fußball schauend vor dem Fernseher sitzt, sinkt der Stresspegel nicht ab! Die Frau, die während er Fußball guckt, noch immer mit der Wäsche beschäftigt ist, hat den gesamten Nachmittag und Abend über einen moderaten Stresspegel. Die konsultierte Psychologin erklärt, dass das halt evolutionsbedingt sei: die Frau mache zwar sehr viele unterschiedliche Arbeiten den Tag über, entsprechend erledigt sie deutlich mehr als ihr Mann - aber Frau sei das ja gewohnt, von daher stresst es sie nicht so sehr, sie habe gelernt, damit umzugehen. Männer hingegen fühlen sich schneller gestresst!

Der Mann hat damit klar erwiesen gesehen, dass sein Leben viel stressiger ist!! Hallo?????? Nur weil Mann nicht in der Lage ist, damit UMZUGEHEN, ist das doch wohl bitte kein Freifahrtschein, einfach nichts mehr zu machen??? Den Kommentar des hauseigenen Y-Chromosomenträgers, wenn er dies hier liest, kann ich mir schon selbst ausmalen  - im Endeffekt läuft es doch darauf hinaus, dass wir Frauen von der Evolution verarscht wurden - Evolution sucks!

Mittwoch, 16. November 2011

Pippi vs. Annika

Wer denkt, nach nahezu zwölf Jahren Ehe würde man seinen Partner in- und auswendig kennen und nichts Ungeahntes könnte mehr zutage treten - der irrt!

So geschehen gestern Abend, während die Miniblondine Pippi Langstrumpf schaute. Der hauseigene Y-Chromosomenträger erwähnte nebenbei, dass er Pippi noch nie leiden konnte...naja, kein Drama, nicht jeder Mensch muss Pippi Langstrumpf lieben......aber Annika fand er schon als Kind scharf!

DAS allerdings machte mich kurzzeitig sprachlos - und wer mich kennt weiß, dass das kein Zustand ist, in den man mich so ohne weiteres versetzen kann!

ANNIKA!!! Dieses ewig heulende, verängstigte Streberkind, dass selbst, als sie von zu Hause abhauen, darauf achtet, dass ihr Bruder sich die Ohren wäscht!!!!! Dieser Dauerjammerlappen, der immer Angst hatte, ihr würde werweißwas passieren oder noch schlimmer, ihre Eltern könnten etwas mitbekommen!!
Und was sagt das über mich aus, die ich ja mit jemandem verheiratet bin, dessen Lieblingsfrauenbild sie entspricht????
Naja zumindest in der Hinsicht konnte ich mich selbst dann wieder beruhigen....immerhin war schon immer klar, dass ich sowieso nicht dem entspreche, was er sich unter einer Traumfrau vorgestellt hat, damals, als er mich noch nicht kannte ;-)

Zur besseren Verständlichkeit, warum ich das als Kompliment auffasse: mein mir angetrauter allerliebster Göttergatte ist konservativ bis ins Mark - guckt man im Duden unter "konservativ" wird man bestimmt ein Bild von ihm finden....aber wer hätte gedacht, dass das quasi ein Geburtsfehler ist?? Naja, hätte man ihn vor mehr als 12 Jahren gefragt, wie die Frau aussieht, die er mal zu heiraten gedenkt, wäre da bestimmt ein typisches Banker- oder Sekretärsmäuschen skizziert worden....da passe ich als gepiercte, tätowierte Raucherin mit gefärbten Haaren (damals waren sie noch rot) ja nun wahrlich nicht rein...aber wie heißt es so schön: "reality bites!"

Dienstag, 15. November 2011

Wunschzettel

So, jetzt ist es soweit. Der letzte Nachwuchsblondinengeburtstag liegt hinter uns, womit offiziell die Weihnachtszeit eingeläutet wird.
Da es bis Advent und Plätzchenbackzeit noch ein bißchen hin ist, fangen wir traditionsgemäß mit dem Wunschzettelschreiben an - so geschehen am letzten Wochenende von den beiden Großen. Da die mittlere Blondine des Schreibens noch nicht mächtig ist und die ältere gern darauf verzichtet, wurde auch dieses Jahr ausgeschnitten und aufgeklebt. Waren dafür bisher Hunderte von Katalogen vonnöten, beschränkte sich dies diesmal auf eine einzige Zeitschrift: Monster High!!!!

Für alle Menschen, die KEINE Töchter im Barbiewahnalter haben - Monster High Barbies sind eine Mischung aus Barbie und Monster (wahlweise Gene von Dracula, dem Werwolf, Yeti, Frankenstein, usw) - farblich mal eine Abwechslung zu rosa und Glitzer (viiieell schwarz und Glitzer), aber ansonsten haut mich das nicht vom Hocker...muss es wohl aber auch nicht...
Brav wurden die Wunschzettel postalisch dem Christkind übersandt - ja dem kann man tatsächlich Schreiben und soll wohl auch einen Antwortbrief bekommen, auf den warten wir noch.

Den Glauben an das Christkind genieße ich dieses Jahr noch - wer weiß, ob er nächstes Jahr noch vorhanden ist? Immerhin findet sich die große Nachwuchsblondine mit ihren mittlerweile 8 Jahren total cool und erwachsen. Dass ein Osterhase keine Eier bringen kann, ist ihr schon lange klar. Auch dass wir Nikolaus in Gedenken an den guten Bischof von Myra feiern, weiß sie. Kürzlich hat ihr dann jemand (natürlich ein männliches Exemplar) erzählt, dass auch der Weihnachtsmann nur ein Phantasieprodukt ist! Das allerdings hat sie nicht weiter belastet, kommt doch bei uns - zugegeben eine Rarität hier in Norddeutschland - das Christkind. Und an dessen Existenz hat sie - bisher - noch nie gezweifelt. So genießen wir noch einmal die Hingabe in dieser Richtung, ist doch zu erwarten, dass die Skepsis da nächstes Jahr schon deutlich größer ist...

In diesem Sinne wünsche ich allen hier eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit - doch doch, das ist mein Ernst. In meinem Fall zugegebenermaßen wohl eher ein Wunsch, der jeglicher Realität entbehrt. Glänzten doch bisher das ganze Jahr über Ruhe und Besinnlichkeit mit Abwesenheit, so würde es mich arg wundern, sollten diese beiden Schwestern jetzt noch hier Einzug halten.....aber wünschen darf man sich ja was ;-)

Samstag, 5. November 2011

Alle Jahre wieder...

..nein, ich bin noch nicht in der Weihnachtszeit angekommen. Diese beginnt seit einigen Jahren immer erst NACH dem letzten anstehenden Kindergeburtstag - nämlich morgen!
Kindergeburtstag - schon wieder....der letzte liegt ja noch gar kein Jahr zurück, sondern erst knapp 3 Monate (Kindergeburtstag ) - aber die mittlere Nachwuchsblondine jährte sich vor einem Jahr das letzte Mal. Heute wurde sie 6! Alle Eltern wissen, dies ist ein wichtiges Alter und das kommende Jahr wird einiges an Neuerungen bringen, nicht zuletzt die Einschulung, auf die sie sich auch schon mächtig freut (hoffen wir, dass die Freude länger anhält als bei ihrer älteren Schwester, die direkt nach der Einschulungsfeier meinte, das brauche sie nicht nochmal...).

Als Novemberkind hat sie ja schon den Nachteil, dass Gartenparty im Normalfall ausfällt  - was nicht an mir liegt, sondern an den heutigen Kindern, die im Garten feiern bei 10 Grad inakzeptabel finden *schulterzuck*, warum auch immer....
Wie ihr meinen Ausführungen aus o. g. Posting entnehmen könnt, ist Kindergeburtstag für Eltern kein Ponyhof und wir dachten: machen wir es uns doch diesmal einfach! Bieten wir dem armen benachteiligten Herbstkind etwas besonderes. Hat doch kürzlich selbst hier, im großen norddeutschen Plattland, in erreichbarer Nähe ein Indoorspielplatz eröffnet (für alle, die sich wundern: das nächste Kino ist 50 km entfernt....)
Im Internet recherchiert, natüüürlich werden Kindergeburtstage angeboten, wählbar drei Pakete in unterschiedlichem Umfang - hey, nehmen wir das Rundum-sorglos-Paket!
Rundum-sorglos fängt schon mit den Vorbereitungen an: man braucht kaum was vorzubereiten, sich keine Spiele überlegen, keinen Kuchen oder Muffins backen - man packt ein paar Packungen Süßkram und die entsprechenden Kinder ein und los geht's. Ein weiterer Vorteil war, dass die Zahl der einladbaren Kinder sich gleich selbst festlegte: Außer uns beiden Erwachsenen und den drei hauseigenen Nachwuchsblondinen passen noch drei Kinder nebst Kindersitz ins Auto - dieses Argument überzeugte auch das Geburtstagskind problemlos - drei Kinder konnten eingeladen werden.

Heute Nachmittag zogen wir dann los Richtung Indoorspielplatz - die Kinder mächtig aufgeregt, kaum angekommen, wollten sie erst gar nicht den Geburtstagstisch sehen, sondern gleich loslegen - jaja, die bösen Erwachsenen..bestand ich doch darauf, dass die Kinder erst feststellen, wo die Tankstation, sprich: der Geburtstagstisch, ist, wenn sie trinken, Süßkram naschen oder ähnliches wollen. Na okaaaaay, dann aber los, und schon waren fünf von sechs Kindern verschwunden, die sechste zerrte am Papa, damit er mitkommt, die Miniblondine traute sich noch nicht allein....kaum waren auch diese beiden verschwunden und man selbst hatte es sich am Tisch gemütlich gemacht und den mitgeführten Süßkram dekorativ verteilt,  war die Erste wieder da: Madame hatte sich irgendwo an der Hand geschrammt, mit Lupe problemlos zu erkennen...aaaber, wie wahrscheinlich alle Eltern bestätigen können (zumindest bei den Mädels): EINE Heulsuse ist in jeder Geburtstagsgruppe...so hatten wir diese schon ermittelt....nach 10 Minuten trösten sah sie sich auch in der Lage, wieder spielen zu gehen. Schön zu erwähnen auch die Episode mit dem Essen (ebenfalls, genau wie die Getränke, Bestandteil des Rundum-Sorglos-Pakets): Es gab Pommes und Nuggets für alle, als alles auf ihrem Teller war, flüsterte sie mir zu, sie möge keine Pommes...mich wundert nichts mehr. Hätte ich früher noch geschworen, sowas gibt es nicht, ein Kind, das keine Pommes mag, so bin ich nach 8 Jahre Elternschaft mit entsprechenden außerfamiliären Kinderkontakten, schlauer. Sowas kann mich nicht mehr wundern....Auf meine Frage, ob sie denn die Nuggets möge, nickte sie - zwei Minuten später beschloss sie, die Pommes zu essen und die Nuggets nicht zu mögen......

Aber von derlei Kleinigkeiten abgesehen, war das mit Abstand der entspannendste Kindergeburtstag, den ich je erlebt habe: keine größeren Verletzungen, total ausgepowerte Kinder, ohne dass man als Eltern Hunderte von Spielen organisieren musste - paßt! Ich kann nur allen raten: feiert im Indoorspielplatz. Als wir Stunden später die Kinder wieder Richtung Ausgang bugsierten - nicht ohne eine Zwischenstopp zum Eis kaufen zu machen und die Rundum-Sorglos-Süßigkeiten-Tüte für zu Hause einzusacken - machten sie alle einen ziemlich mitgenommenen Eindruck. Ich vermute, dass drei Elternpaar heute einen ruhigen Abend haben - wenn meine Hardcore-Wenigschläfer 20 Minuten nach Betreten des Hauses tief und fest schlafen, werden Normalkinder schon lang im Koma weilen...auf einen ruhigen Abend (es heißt Kraft tanken, um Morgen Massen an Muffins für die Feier am Montag im Kindergarten zu backen...)

Freitag, 14. Oktober 2011

Oh du schöne Kindergartenzeit

Würden wir nicht alle nochmal gern wieder in den Kindergarten gehen?

Ich auf jeden Fall!! Das fällt mir schon allein jeden Morgen auf, wenn ich meine Nachwuchsblondinen dort abgebe und lese, was es dort herrliches zum Mittagessen gibt (okay heute nicht, da gab's Leberkäse, das ist nicht unbedingt mein Fall, auch wenn meine Töchter es lieben...)! Eingedenk der Tatsache, dass es in meinem Büro zwar eine Teeküche mit Kühlschrank gibt, aber keine Mikrowelle weit und breit, entsprechend mein Mittagessen im Normalfall kalt ist (dank der miesen Isolierung ist es eigentlich überall in meinem Büro zur Zeit kalt, vor allem an meinen Füßen....) - hach, da wäre so ein tolles Mittagessen doch was feines, zumal der Preis von 3 Euro für Hauptgericht und Dessert unschlagbar ist. Aber wie mir meine mittlere Nachwuchsblondine gern versichert: "Mama, wir haben leider keinen Platz für dich!"

Wie wohl sie sich im Kindergarten fühlen, merkt man auch daran, wie zeitraubend es ist, sie nachmittags dort loszueisen. Sind meine Töchter ja in unterschiedlichen Gruppen untergebracht, so sind diese Gruppen auch noch in unterschiedlichen Gebäuden, die (mit Anna im Schlepptau) ca. 5 Minuten Fußweg auseinander sind. Da die jüngste Nachwuchsblondine nach Verlassen des Kindergartens innerhalb von Sekunden in sich zusammenfällt und jegliche Energie verliert (Issss kann NISSST laufen, isss will Arm!!!!!!!!), hole ich normalerweise erst Anna ab - oder versuche es. Denn dieser fällt grundsätzlich auf, dass ich gerade zu einem sehr unpassenden Zeitpunkt komme - sie wollte doch noch....sie muss doch noch eben....so warte ich normalerweise mindestens eine Viertelstunde, bis das Kind sich bequemt, ihre Schuhe anzuziehen - unterbrochen von noch dreimaligem Reinrennen in die Gruppe, um sich noch einmal zu verabschieden....weiter geht's....wenn an der Tür die beiden Großen Nachwuchsblondinen dann aufeinander treffen (die Große wartet meist draußen, "das ist cooler, Mama"), ist innerhalb von Sekunden das größte Gezicke im Gange, sodass wir auch in drei Kilometer Umkreis noch gut zu hören sind und unser Nesthaken eigentlich entsprechend vorbereitet sein müsste, dass wir uns nähern...Pustekuchen...dort beginnt dasselbe Spiel von vorn, denn auch die hat überhaupt gar keine Zeit, gerade jetzt nach Hause zu gehen....von daher können die Erzieherinnen sich auf die Schulter klopfen - sie scheinen ihren Job wirklich gut zu machen!

Und auch an die Elternfreundlichkeit wird gedacht! Aus eigener Erfahrung (ja auch ich war mal klein) und auch aus anderen Kindergärten kennt man ja noch die ach so beliebten Laternenumzüge - die letzten Jahre musste ich da auch jedes Jahr durch und wirklich begeistern konnte ich mich dafür nicht! Zum einen fanden die natürlich immer rund um Sankt Martin (11. November) statt und gerade an jenem Abend war es  immer, aber wirklich immer eiskalt und man latschte mit Kind und Laterne (nach spätestens fünf Minuten hatte das Kind / die Kinder nämlich keine Lust mehr, die selbst zu schleppen und verlegte sich lieber auf "wann sind war da? Mir ist kalt, mir ist langweilig, ich will nach Hause!") und einer Horde anderer Eltern durch die Landschaft....in unserem Kindergarten wurde diese Tradition gebrochen und durch das Lichterfest ersetzt. Das hat zum einen schonmal den Vorteil, dass es nicht Mitte November ist, zum anderen durchaus beginnen kann, auch wenn es draußen noch nicht stockdunkel ist und außerdem auf die Massenlaternendemo verzichtet. Okay, auch dafür haben die Kinder Laternen gebastelt, doch statt damit lustlos um die Häuser zu ziehen, wurden die schön im Außenbereich dekoriert, zusammen mit Horden von Kürbissen und Windlichtern, die bei einsetzender Dämmerung angezündet wurden - sehr stimmungsvoll und schön! Auch gab es (Eltern- und kinderfreundlich) kein festes Programm, sondern jeder konnte machen, was er wollte, entweder auf den Spielgeräten rumturnen, an verschiedenen Stationen malen oder basteln und, natürlich das Highlight schlechthin - Stockbrot backen überm Lagerfeuer!
Natürlich wurde auch an das leibliche Wohl gedacht - und ich sag euch: die Hotdogs waren wirklich lecker!!!

Jaja, so ein Kindergarten ist schon was feines!

Ansonsten gibt es auch Neuigkeiten, was die Berufswünsche angeht: Anna hat beschlossen, doch keine Reiterin zu werden - "Da kriegt man kein Geld!" - Sie will jetzt lieber Brötchenverkäuferin werden...

Montag, 26. September 2011

Kuren

Hoch gelobt von den Krankenkassen und gern angeraten von den Ärzten - Mutter-Kind-Kuren.....

Auch mir wurde dies diverse Male aus gesundheitlichen Gründen angeraten - ehrlich gesagt, läuft es mir beim bloßen Gedanken daran kalt den Rücken hinunter....betrachten wir das Ganze doch mal realistisch:

Drei gesunde aufgeweckte (man kann ALLES positiv ausdrücken) Kinder in ihrem gewohnten Umfeld im kampferprobten Alltag sorgen regelmäßig dafür, dass Millionen Eltern (mich eingeschlossen) abends tot ins Bett sinken. Und jeder weiß: ändert sich auch nur irgend etwas am normalen Alltag (da können Wochenenden mitunter vollkommen ausreichen) sind diese (bestimmt) außerirdischen Wesen nicht mehr zu bremsen!!! Kinder in ungewohnter Umgebung potenzieren den Wahnsinn zusätzlich - was also bitte soll daran für MICH erholsam sein, mit drei überdrehten Kindern in eineinhalb Zimmern unter lauter fremden Leuten eingepfercht zu sein???? Ohne die Möglichkeit, sie wenigstens stundenweise dem männlichen Familienmitglied überantworten zu können? Da braucht man sich nur mal die jüngste Nachwuchsblondine anzuschauen: schläft dieses Kind doch sowieso so gut wie nie, schon gar nicht durch und wenn, dann auf jeden Fall nicht nachts - in fremden Betten dann doch schon überhaupt gar nicht und hält darüber hinaus noch die Geschwister wach....
Dazu kommt, dass ein Großteil der Kinder in diesen Mutter-Kind-Kuren nicht reine Begleitkinder (also gesund) sind, sondern selbst krank - und solidarisch, wie Kinder sind, übernehmen dann auch die gesunden Kinder einen Teil der Viren und zack! hat man nicht nur ungewohnte Umgebung, neuer Tagesablauf, sondern auch noch kranke Kinder - Horror pur!!!

Meines Erachtens, liebe Ärzte und Krankenkassen, gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, kurbedürftigen Müttern die benötigte Erholung zu verschaffen: verschreibt diesen Müttern eine Vater-Kind-Kur!!!
Das stelle ich mir zur Abwechslung echt nett vor: vier Wochen lang NUR 8 Stunden arbeiten gehen am Tag - keine Wäscheberge, Einkaufsmassen, Spielzeughaufen, über die man stolpert. Kein Kind-abholen, Kind-hinbringen, keine schlaflosen Nächte, zickigen Tage(Wochen, Monate, Jahre) - 4 Wochen nur ich und meine Katzen - mehr Erholung geht nicht!!!!

Und nein, die Mutter allein in Kur zu schicken scheint mir keine Alternative zu sein: Denn erstens weiß sie schon vor Kurantritt, dass sämtliche anderen Mütter im Bekanntenkreis sich das Maul zerreißen werden (wie kann sie nur so lange ihre Kinder allein lassen, vom armen überforderten Mann ganz zu schweigen) - nur Frauen untereinander können so sein.... - ich möchte mir auch gar nicht ausmalen, wie mein Haus nach 4 Wochen aussieht, wahrscheinlich käme man durch die Wäscheberge gar nicht mehr in die Nähe des Waschkellers und der Fußboden wäre absolut blickdicht mit allem möglichen belegt, beklebt, etc....da hält die Erholung nach der Kur keine 5 Minuten...

Also: wählt die Vater-Kind-Kur!

Montag, 19. September 2011

Geschichten, die das Leben schreibt

...es gibt Dinge, die erlebt man (ob man will oder nicht) und würde man derartiges in einem Buch lesen oder einem Film sehen, würde man denken: DAS ist aber weit hergeholt, als ob das jemals so passieren würde....willkommen im Familienalltag...

Heute (MONTAG) morgen:
Ich wache auf und denke noch, dass es doch schon ganz schön hell draußen ist. Erstmal Brille aufsetzen, denn ohne bin ich nicht in der Lage, die zwei Meter bis zum Radiowecker visuell zu überbrücken....Blick auf die Uhr: 6:50 Uhr!!! Der Adrenalinspiegel schnellt in die Höhe (normale Weckzeit 5:15 Uhr)
Blick zum Bettnachbarn bzw. zu beiden, denn die Mini-Blondine lag friedlich schlafend ebenfalls im Bett - der Göttergatte aber auch noch. Entsetzensschrei "Was hast du mit dem Wecker gemacht????????"
"Den hab ich aus gemacht -ich weiß auch nicht, warum der am Sonntag angegangen ist...." - Was kann man dazu sagen....klar, Männer sind Meister im Verdrängen - aber das man verdrängen kann, dass es Montag ist???? Für alles gibt es ein erstes Mal.....So hatte ich sage und schreibe 25 Minuten Zeit, um drei Kinder zu wecken (die notorischen Frühaufsteher, die problemlos sonntags morgens um halb sechs auf ihrem Frühstück bestehen und ausgerechnet heute so lange schlafen), zum Anziehen zu bewegen, mit Frühstück zu versehen, alles notwendige für Kiga und Schule einzupacken, ach ja sich selbst anziehen wär auch nicht das dümmste - aaaaber wir haben es geschafft und waren alle vier (Mann ausgenommen, der beschlossen hat, den Zug um halb neun zu nehmen...) pünktlich unterwegs zur Schule, zum Kindergarten und/oder zur Arbeit....


Nachmittags dann Abholmarathon der Nachwuchsblondinen, die Mini-Blondine zuletzt. Alle Kinder spielen draußen, eine Erzieherin ist dabei, die bei meinem Anblick meint: "Caro ißt noch!" Um 16 Uhr ist Kaffeepause im Kindergarten, normalerweise bin ich pünktlich zu deren Ende gegen 16:15 Uhr nach der Arbeit dort. Da montags unsere Vorpubertärblondine aber um viertel vor fünf schon wieder in der Schule (die neben dem Kindergarten liegt) sein muss, weil sie dort Folkloretanz lernt, lohnt es sich nicht, die beiden Kindergartenblondinen vorher abzuholen. Von daher bin ich montags später dran und war bass erstaunt zu hören, dass die Mini-Blondine mit dem Essen noch nicht fertig ist.
Die Erzieherin, die bei Caro ausgeharrt hat, sagte dann, dass diese sich beharrlich geweigert habe, zu essen, während die anderen aßen und auch nicht bereit war, über ihr Gründe darüber zu sprechen. Sie habe erst angefangen zu essen, als alle anderen bereits fertig waren. Hm......"Caro, warum wolltest nicht mit den anderen essen??" Genervter Blick "Die quatschen mir zuviel!"