Im Grunde bin ich ein ausgeglichener Mensch und die immer wiederkehrende Hysterie in Sachen "Die Supermärkte vera....en die Kunden" lässt mich im Normalfall auch kalt.
Mittlerweile dürfe ja nun jedes Kind wissen, dass beispielsweise die Packungsgröße nichts über Preisgerechtigkeit aussagt und man sinnvollerweise den 100g- oder Kilopreis, der ja angegeben sein muss, vergleicht oder das als "Kinder"-Lebensmittel ausgewiesene Dinge im Normalfall ein Vielfaches an Zucker aufweisen, etc.
Heute allerdings hätte mich glatt einer schilderschwenkenden Demonstration angeschlossen...
Beim Einkauf sprangen mir im Kühlregal eine Reihe Smoothies ins Auge - hmmm, lecker... welchen nehme ich denn? Kirsch-Banane, ibää - von Bananen muss ich spucken.....Apfel-Himbeer - jawoll!
Nachdem alle Einkäufe im Kofferraum verstaut waren, freute ich mich auf einen kühlen Schluck Apfel-Himbeere, also Fläschchen aufgeschraubt, einen Schluck genommen und......würg.....was ist das??????
Die Zutatenliste offenbarte es: Neben 34% Apfelanteil und 31% Himbeere (die hatte ich erwartet, immerhin heißt das Ding Apfel-Himbeere-Smoothie)....befinden sich in eben diesem auch noch 33% !!!!!!!!! Bananenmark!!!!!!!
Und nein, ich habe nichts an den Augen, auf dem Fläschchen steht nicht etwa "Apfel-Bananen-Himbeer-Smoothie" - die Banane taucht im Namen gar nicht auf!!!!!
Kurz gesagt ist das Fläschchen direkt im Müll gelandet und ich stand auf der Rückfahrt nach Hause noch diverse Male kurz davor, anhalten zu müssen um meinen Würgreiz in den Griff zu bekommen.....also von Smoothies hab ich für heute die Nase voll...
Mein Leben von seiner schönsten, schlimmsten, traurigsten, fröhlichsten, aber immer ironischen Seite
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Nietzsche)
Samstag, 25. Juli 2015
Sonntag, 8. März 2015
Spontis zeugen Banker...
Kinder zu beobachten ist eine spannende Sache - vor allem natürlich bei den eigenen. In den ersten Jahren wird man fasziniert von den vielen Entwicklungsschritten, die so ein Kleinkind zu bewältigen hat, die zumeist motorischer Natur sind: greifen lernen, was übergeht zu begreifen lernen, robben, krabbeln, laufen, die ersten Worte - und alles in einem Zeitraffertempo, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt.
Die Enwicklungen späterer Jahre sind dann schon eher intellektueller Natur: Jedes Kind entwickelt ein eigenes Selbstverständnis, eine eigene Art zu denken und sich auszudrücken und unweigerlich fängt man als Eltern an festzustellen: Das hat sie aber von dir! Guck mal, genau wie du! So wird, von der Optik abgesehen, spätestens dann überdeutlich, dass jedes Kind ein Teil beider Eltern ist - und darüber hinaus ein ganz eigenes Wesen! Auch im Vergleich mit den Geschwistern wird schnell klar: so ähnlich sie sich in manchen Dingen, Mimiken, Verhaltensweisen und Vorlieben sind, so unterschiedlich ist dies in anderen Bereichen.
Schon vor einigen Jahren habe ich gedacht, dass es sicher eine spannende Zeit wird, wenn die Nachwuchsblondinen Richtung Pubertät und damit Richtung Abgrenzung von den Eltern marschieren: Um eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und zu festigen ist es wichtig, dass sie sich abgrenzen und sich selbst entdecken.
Dabei kommt mir immer das Lied von Roger Cicero in den Kopf "Spontis zeugen Banker", in dem es heißt:
"Spontis zeugen Banker - Richter kriegen Punker
und Spießer kleine fiese Revoluzzer
linke Kommunisten gebären Chauvinisten
Pedanten machen immer Nestbeschmutzer
doch im Alter irgendwann - gleichen sie sich an"
Spannend ist dieser Prozess sicher immer, in unserem speziellen Fall war aber auch immer die Frage: von wem können und werden sie sich denn abgrenzen? Spannend vor allem deshalb, weil der Vater der Meute und ich in vielen Dingen nämlich extrem unterschiedlich sind und denken. Auch wenn er das mitunter ungern hört, ist er doch einer der erzkonservativsten Menschen, die mir je begegnet sind, was man von mir beileibe nicht behaupten kann.
Wie sich in den letzten ein, zwei Jahren gezeigt hat, funktioniert die Abgrenzung am simpelsten im Musikgeschmack. Denn was hier mitunter ohrenbetäubend durchs Haus dröhnt, gefällt keinem von uns. Wobei man wohl dankbar sein muss, denn es könnte sicher schlimmer sein als Selena Gomez (bei der einen) und Kesha, Deichkind und Cro (bei der anderen). Fallen gitarrenlastiker Rock und 80er Jahre per se raus, hätten auch kleine Volksmusikfans hier wohnen können - was wohl für beide Eltern die Höchststrafe gewesen wäre... oder Helene-Fischer-Groupies...ach nein, das hört ja der Vater...
Beim Kleidungsgeschmack hingegen kann man das von der Tagesform abhängig machen, ob man dem Vater den ein oder anderen Herzinfarkt verschaffen möchte oder nicht: Jeans und Shirt sind immer ungefährlich, läuft der Nachwuchs dann aber in Miniröcken rum, entstehen im Vaterhirn automatisch rote Alarmglocken und Schreckensszenarien.
Auf einen Themenbereich, der aber erst in einigen Jahren akut werden wird, freue ich mich besonders, denn er wird am meisten Potential bieten: ausgehen!
Diesen Komplex meidet der männliche Beschützer der Nachwuchsblondinen in seinem Kopf bisher kategorisch, indem er sich einredet, er lasse sie einfach erst aus dem Haus, wenn sie mindestens 25 sind....nee 30...ach einfach gar nicht. Wie wenig praktikabel das sein wird, wird er dann wohl oder übel entdecken - ja, auch Eltern lernen nie aus und entwickeln sich.
Warum ich mich darauf freue? Das liegt daran, dass ich in einer kleinen fiesen Ecke meines Herzens immer schon gesagt habe: Die ersten 13, 14 Jahre sind für mich als Mutter am anstrengendsten und mit Kämpfen durchsetzt - denn da ich die meiste Zeit mit ihnen verbringe, muss ich mich meist den Durchsetzungskämpfen stellen und meinen Standpunkt klarmachen und durchsetzen - wohingegen der Papa - jaaa der Papa, der Held ihres kleinen Lebens, das ist ja der liebe, gute Papa!
Die Enwicklungen späterer Jahre sind dann schon eher intellektueller Natur: Jedes Kind entwickelt ein eigenes Selbstverständnis, eine eigene Art zu denken und sich auszudrücken und unweigerlich fängt man als Eltern an festzustellen: Das hat sie aber von dir! Guck mal, genau wie du! So wird, von der Optik abgesehen, spätestens dann überdeutlich, dass jedes Kind ein Teil beider Eltern ist - und darüber hinaus ein ganz eigenes Wesen! Auch im Vergleich mit den Geschwistern wird schnell klar: so ähnlich sie sich in manchen Dingen, Mimiken, Verhaltensweisen und Vorlieben sind, so unterschiedlich ist dies in anderen Bereichen.
Schon vor einigen Jahren habe ich gedacht, dass es sicher eine spannende Zeit wird, wenn die Nachwuchsblondinen Richtung Pubertät und damit Richtung Abgrenzung von den Eltern marschieren: Um eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und zu festigen ist es wichtig, dass sie sich abgrenzen und sich selbst entdecken.
Dabei kommt mir immer das Lied von Roger Cicero in den Kopf "Spontis zeugen Banker", in dem es heißt:
"Spontis zeugen Banker - Richter kriegen Punker
und Spießer kleine fiese Revoluzzer
linke Kommunisten gebären Chauvinisten
Pedanten machen immer Nestbeschmutzer
doch im Alter irgendwann - gleichen sie sich an"
Spannend ist dieser Prozess sicher immer, in unserem speziellen Fall war aber auch immer die Frage: von wem können und werden sie sich denn abgrenzen? Spannend vor allem deshalb, weil der Vater der Meute und ich in vielen Dingen nämlich extrem unterschiedlich sind und denken. Auch wenn er das mitunter ungern hört, ist er doch einer der erzkonservativsten Menschen, die mir je begegnet sind, was man von mir beileibe nicht behaupten kann.
Wie sich in den letzten ein, zwei Jahren gezeigt hat, funktioniert die Abgrenzung am simpelsten im Musikgeschmack. Denn was hier mitunter ohrenbetäubend durchs Haus dröhnt, gefällt keinem von uns. Wobei man wohl dankbar sein muss, denn es könnte sicher schlimmer sein als Selena Gomez (bei der einen) und Kesha, Deichkind und Cro (bei der anderen). Fallen gitarrenlastiker Rock und 80er Jahre per se raus, hätten auch kleine Volksmusikfans hier wohnen können - was wohl für beide Eltern die Höchststrafe gewesen wäre... oder Helene-Fischer-Groupies...ach nein, das hört ja der Vater...
Beim Kleidungsgeschmack hingegen kann man das von der Tagesform abhängig machen, ob man dem Vater den ein oder anderen Herzinfarkt verschaffen möchte oder nicht: Jeans und Shirt sind immer ungefährlich, läuft der Nachwuchs dann aber in Miniröcken rum, entstehen im Vaterhirn automatisch rote Alarmglocken und Schreckensszenarien.
Auf einen Themenbereich, der aber erst in einigen Jahren akut werden wird, freue ich mich besonders, denn er wird am meisten Potential bieten: ausgehen!
Diesen Komplex meidet der männliche Beschützer der Nachwuchsblondinen in seinem Kopf bisher kategorisch, indem er sich einredet, er lasse sie einfach erst aus dem Haus, wenn sie mindestens 25 sind....nee 30...ach einfach gar nicht. Wie wenig praktikabel das sein wird, wird er dann wohl oder übel entdecken - ja, auch Eltern lernen nie aus und entwickeln sich.
Warum ich mich darauf freue? Das liegt daran, dass ich in einer kleinen fiesen Ecke meines Herzens immer schon gesagt habe: Die ersten 13, 14 Jahre sind für mich als Mutter am anstrengendsten und mit Kämpfen durchsetzt - denn da ich die meiste Zeit mit ihnen verbringe, muss ich mich meist den Durchsetzungskämpfen stellen und meinen Standpunkt klarmachen und durchsetzen - wohingegen der Papa - jaaa der Papa, der Held ihres kleinen Lebens, das ist ja der liebe, gute Papa!
Dann aber wird es am lieben, guten Papa sein, ihnen zu erklären, warum sie am Wochenende nicht die Nächt durchtanzen dürfen - denn das ist auch ihm klar: Ich werde sie daran nicht hindern, ihre Jugend zu erleben und ihre Erfahrungen zu machen. Ich werde darauf vertrauen, dass wir ihnen die uns wichtigen Werte vermitteln konnten.
An seinen Töchtern zweifelt übrigens auch der besorgte Vater nicht - allerdings an sämtlich Y-Chromosomenträger dieses Planeten ;-)
Freitag, 21. November 2014
Freitagmorgen oder Ich und der Reifendruck
Auf dem Rückweg vom Bahnhof zeigte mein Auto heute eine nette orangefarbene Warnleuchte an, die ich bisher noch nie gesehen habe - okay, orange, nicht rot, das Auto wird mir also nicht gleich um die Ohren fliegen, also erst einmal nach Hause.
Dort dann in der Betriebsanleitung nachgeschaut, was mir diese nette Warnleuchte sagen will: Reifendruck zu niedrig - Gottseidank, das sollte sich ja beheben lassen!
Also zur Tankstelle gefahren, um den Reifendruck zu kontrollieren. Dort habe ich dann festgestellt, dass die technische Evolution auch vor den Tankstellen nicht halt macht. Das letzte Mal, als ich einen Reifendruck kontrolliert hatte, gab es noch diese kleinen netten mobilen Geräte....jetzt sind das große Kästen mit langen Schnüren dran...naja, wird schon ähnlich funktionieren. Für unbedarfte Menschen wie mich ist auf jedem dieser Kästen auch eine Gebrauchsanweisung angebracht - leider so verwittert, dass noch genau die letzten drei Worte zu lesen waren...sehr hilfreich...wahrscheinlich bin ich einfach der einzige Mensch, der die gelesen hätte.
Beim Abschrauben des ersten Ventildeckels ist mir der natürlich direkt aus der Hand gerutscht und war nicht mehr aufzufinden...öhm ja...
Woher weiß ich jetzt eigentlich, wieviel Reifendruck der richtige Druck ist? Netterweise hängt eine große Tabelle aus, wo man nachschauen kann - mein Auto gefunden und weiter geht's. An der netten Reifendruckmessmaschine (oder wie auch immer die heißt) den richtigen Druck als SOLL eingestellt, das Ende des Kabels an mein Ventil gehalten und...Mist, wie soll ich das festhalten und gleichzeitig im Display des Kastens sehen können, wieviel Druck mein Reifen tatsächlich hat? Geht nicht, also Auto zwei Meter zurückgesetzt, ach gut, jetzt kann ich das Display sehen - ja, ein wenig zu wenig Reifendruck. Wie komme ich jetzt an den OKAY - Knopf der Maschine, um anzuzeigen, dass er das IST dem SOLL bitte angleich möge??? Beim Bewegen zur Maschine ist der Aufsatz (der hat bestimmt auch irgendeinen wichtigen technischen Namen) der auf dem Ventil sitzt, natürlich heruntergefallen, egal - OKAY gedrückt, die Maschine gibt Laut, schnell den Aufsatz aufs Ventil - super, das Ding piept, wenn der richtige Druck erreicht ist - wo war jetzt gleich der Deckel hin? Mist, nicht aufzufinden, egal - nächster Reifen.
So sprintete ich zwischen Reifen und Maschine hin und her und von hinten links kann man das Display definitiv nicht sehen, da die Maschine vorne rechts steht....trotzdem das Ding irgendwie zum Piepen gebracht, alle verfügbaren Ventile zugeschraubt und mit Händen, bei deren Anblick jeder Schornsteinfeger neidisch würde (warum sind diese Papierspender dort eigentlich IMMER leer????) wieder ins Auto, angemacht - so ein Sch....Warnleuchte noch immer an...
Erst einmal nach Hause und im Internet recherchiert, ob der Reifendruck der Tankstellentabelle überhaupt der richtige ist und wo ich den herbekomme - aaaah, Türinnenseite. Raus zum Auto, Fahrertür auf - ja, tatsächlich, da gibt es innen im Rahmen eine Tabelle! Festgestellt, dass die angegebenen Werte von denen an der Tankstelle leicht abweichen - liegt das daran? War nicht viel Abweichung und auch überhaupt nur bei den Vorderreifen...kann der Sensor so sensibel sein? Alternative wäre, 16 km bis zur Werkstatt zu fahren und sich wahrscheinlich Sprüche in Richtung "Ja, Frauen halt..." anhören zu dürfen und nein! das ist sicher nicht überall so, aber ich habe den Autoverkäufer da noch in allzu realer Erinnerung...
Zurück an der Tankstelle, das Spiel von vorn gestartet, mittlerweile von einem neugierigen älteren Herrn, der sein Auto aussaugt, beobachtet. Oh, da lag der verlorene Ventildeckel, hat sich doch schon gelohnt, noch einmal zurückzukommen!
Beim dritten Reifen festgestellt, dass sich dieser Aufsatz anscheinend doch irgendwie so arretieren lässt, dass er beim Loslassen nicht herunterfällt und man aufrecht stehend aufs Display schauen und sich sogar dorthin bewegen kann, um den OKAY-Knopf zu drücken - Sachen gibt's!
Sicherheitshalber auch noch einmal bei den anderen Reifen versucht - klappt prima, nur der vierte weigerte sich, allerdings zeigte mir da das Display eh von vornherein den richtigen Druck an, also was soll's.
Erleichtert ins Auto gesunken und den Motor gestartet - F....Mist!! Die Warnleuchte warnleuchtet weiter sanft orange vor sich hin - also wohl doch die Werkstatt, aber erst einmal nach Hause...nach 200 m war die Leuchte aus!!
Freitagmorgen, 8 Uhr in Norddeutschland...
Dort dann in der Betriebsanleitung nachgeschaut, was mir diese nette Warnleuchte sagen will: Reifendruck zu niedrig - Gottseidank, das sollte sich ja beheben lassen!
Also zur Tankstelle gefahren, um den Reifendruck zu kontrollieren. Dort habe ich dann festgestellt, dass die technische Evolution auch vor den Tankstellen nicht halt macht. Das letzte Mal, als ich einen Reifendruck kontrolliert hatte, gab es noch diese kleinen netten mobilen Geräte....jetzt sind das große Kästen mit langen Schnüren dran...naja, wird schon ähnlich funktionieren. Für unbedarfte Menschen wie mich ist auf jedem dieser Kästen auch eine Gebrauchsanweisung angebracht - leider so verwittert, dass noch genau die letzten drei Worte zu lesen waren...sehr hilfreich...wahrscheinlich bin ich einfach der einzige Mensch, der die gelesen hätte.
Beim Abschrauben des ersten Ventildeckels ist mir der natürlich direkt aus der Hand gerutscht und war nicht mehr aufzufinden...öhm ja...
Woher weiß ich jetzt eigentlich, wieviel Reifendruck der richtige Druck ist? Netterweise hängt eine große Tabelle aus, wo man nachschauen kann - mein Auto gefunden und weiter geht's. An der netten Reifendruckmessmaschine (oder wie auch immer die heißt) den richtigen Druck als SOLL eingestellt, das Ende des Kabels an mein Ventil gehalten und...Mist, wie soll ich das festhalten und gleichzeitig im Display des Kastens sehen können, wieviel Druck mein Reifen tatsächlich hat? Geht nicht, also Auto zwei Meter zurückgesetzt, ach gut, jetzt kann ich das Display sehen - ja, ein wenig zu wenig Reifendruck. Wie komme ich jetzt an den OKAY - Knopf der Maschine, um anzuzeigen, dass er das IST dem SOLL bitte angleich möge??? Beim Bewegen zur Maschine ist der Aufsatz (der hat bestimmt auch irgendeinen wichtigen technischen Namen) der auf dem Ventil sitzt, natürlich heruntergefallen, egal - OKAY gedrückt, die Maschine gibt Laut, schnell den Aufsatz aufs Ventil - super, das Ding piept, wenn der richtige Druck erreicht ist - wo war jetzt gleich der Deckel hin? Mist, nicht aufzufinden, egal - nächster Reifen.
So sprintete ich zwischen Reifen und Maschine hin und her und von hinten links kann man das Display definitiv nicht sehen, da die Maschine vorne rechts steht....trotzdem das Ding irgendwie zum Piepen gebracht, alle verfügbaren Ventile zugeschraubt und mit Händen, bei deren Anblick jeder Schornsteinfeger neidisch würde (warum sind diese Papierspender dort eigentlich IMMER leer????) wieder ins Auto, angemacht - so ein Sch....Warnleuchte noch immer an...
Erst einmal nach Hause und im Internet recherchiert, ob der Reifendruck der Tankstellentabelle überhaupt der richtige ist und wo ich den herbekomme - aaaah, Türinnenseite. Raus zum Auto, Fahrertür auf - ja, tatsächlich, da gibt es innen im Rahmen eine Tabelle! Festgestellt, dass die angegebenen Werte von denen an der Tankstelle leicht abweichen - liegt das daran? War nicht viel Abweichung und auch überhaupt nur bei den Vorderreifen...kann der Sensor so sensibel sein? Alternative wäre, 16 km bis zur Werkstatt zu fahren und sich wahrscheinlich Sprüche in Richtung "Ja, Frauen halt..." anhören zu dürfen und nein! das ist sicher nicht überall so, aber ich habe den Autoverkäufer da noch in allzu realer Erinnerung...
Zurück an der Tankstelle, das Spiel von vorn gestartet, mittlerweile von einem neugierigen älteren Herrn, der sein Auto aussaugt, beobachtet. Oh, da lag der verlorene Ventildeckel, hat sich doch schon gelohnt, noch einmal zurückzukommen!
Beim dritten Reifen festgestellt, dass sich dieser Aufsatz anscheinend doch irgendwie so arretieren lässt, dass er beim Loslassen nicht herunterfällt und man aufrecht stehend aufs Display schauen und sich sogar dorthin bewegen kann, um den OKAY-Knopf zu drücken - Sachen gibt's!
Sicherheitshalber auch noch einmal bei den anderen Reifen versucht - klappt prima, nur der vierte weigerte sich, allerdings zeigte mir da das Display eh von vornherein den richtigen Druck an, also was soll's.
Erleichtert ins Auto gesunken und den Motor gestartet - F....Mist!! Die Warnleuchte warnleuchtet weiter sanft orange vor sich hin - also wohl doch die Werkstatt, aber erst einmal nach Hause...nach 200 m war die Leuchte aus!!
Freitagmorgen, 8 Uhr in Norddeutschland...
Mittwoch, 2. April 2014
Da ist gutes Rad teuer....
Der Frühling hält Einzug...mittlerweile sogar in Norddeutschland! Zumindest gibt es kaum noch Nachtfrost und ab und an blinzelt auch die Sonne durch die Wolken.
Während man also samstags wieder vermehrt von Rasenmähern geweckt wird (und das, wo die Nachwuchsblondinen sowieso allerspätestens um sieben die Nachtruhe beenden), ist die Zeit gekommen, neben den Kindern auch dem Auto Sommerschuhe zu verpassen.
In den letzten Monaten erfolgreich verdrängt, kommt mir beim Thema "Sommerreifen" auch direkt wieder in den Sinn, dass wir da ja neue brauchen......vier neue....aber hilft ja nichts, das Auto soll ja fahren.
Also direkt am Montag im Autohaus angerufen, die unsere Sommerreifen eingelagert haben. Seit uns vor Jahren einmal ein kompletter Satz Reifen aus dem Carport entwendet wurde, weil unser hauseigener Y-Chromosomenträger meinte, die lägen da doch gut und wer solle da schon dran gehen, lasse ich meine Reifen IMMER einlagern.
Im Autohaus wurde ich auch direkt mit dem zuständigen Mitarbeiter verbunden, den ich um eine Preisauskunft bezüglich neuer Sommerreifen bat. Im Fahrzeugschein steht, dass unser Auto 215/60 R16 99H - Reifen benötigt. Jaaaa, das sei ja nur ein VORSCHLAG, was denn tatsächlich für Reifen auf den Felgen wären? "Keine Ahnung, die liegen ja bei Ihnen!" Ach so, na dann bräuchte er mal das Kennzeichen. Kein Problem, ich weiß wenig von meinem Auto, aber das Kennzeichen kenne ich. Das hätte er nicht im Computer, ob ich mir sicher wäre? Ja, bin ich! Hm, klapper, klapper..nee unter dem Kennzeichen könne er gar nichts finden, ob wir schon einmal bei Ihnen gewesen wären? Dann müssten da ja zumindest Rechnungen zu finden sein.....Guter Mann, wir wohnen seit nunmehr erschreckenden 5 Jahren hier und seitdem wäre unser Auto des Öfteren da gewesen, meine Reifen lägen auch immer da und ich könne ihm versichern, dass die Firma es auch nie versäumt hat, Rechnungen auszustellen!
Also unter dem Kennzeichen könne er gar nichts finden und bei ihnen sei alles nach Kennzeichen organisiert, ob ich denn eine Quittung über die Einlagerung hätte? Hm ja, die habe ich wie üblich bekommen und wie üblich entsorgt....wäre ja bisher nie ein Problem aufgetreten....
Mit einer Namenssuche konnte der gute Mann dann aber doch verifizieren, dass er unsere Daten im Computer hat und - welch Wunder - sogar das Kennzeichen stimmt! Nur Reifen, also die hätte er nicht eingelagert....ob ich mir sicher sei, dass ich die nicht zu Hause hätte? Ja, ich bin mir noch immer sicher und so verspricht er mir, einen Mitarbeiter ins entsprechende Lager zu schicken und nachschauen zu lassen, er würde sich dann melden.
Am nächsten Tag hat er sich dann auch tatsächlich gemeldet! Er hätte keine Reifen von uns! Ob ich mir sicher sei, dass ich die nicht DOCH zu Hause hätte??? Ich habe dann noch einmal einen Blick in meine Handtasche geworfen und ihm dann bestätigt, dass die Reifen ganz sicher nicht bei uns lägen und ich mich auch ganz sicher nicht mit dem Autohaus vertan hätte......Gut, er würde ein paar Mitarbeiter mehr ins Lager schicken und suchen lassen, das könne dann aber bis morgen dauern.
Ich habe mich dann zwischendurch mal über Preise von Kompletträdern im Internet schlau gemacht und beschlossen, dass ich im Zweifelsfall selbst "im entsprechenden Lager" des Autohauses suchen würde!!!!
Heute hat sich der brave Mann dann auch wieder gemeldet: Sie hätten meine Räder gefunden!!! Aber die Sommerreifen, also DIE würden nichts mehr taugen, da bräuchte ich neue...
Während man also samstags wieder vermehrt von Rasenmähern geweckt wird (und das, wo die Nachwuchsblondinen sowieso allerspätestens um sieben die Nachtruhe beenden), ist die Zeit gekommen, neben den Kindern auch dem Auto Sommerschuhe zu verpassen.
In den letzten Monaten erfolgreich verdrängt, kommt mir beim Thema "Sommerreifen" auch direkt wieder in den Sinn, dass wir da ja neue brauchen......vier neue....aber hilft ja nichts, das Auto soll ja fahren.
Also direkt am Montag im Autohaus angerufen, die unsere Sommerreifen eingelagert haben. Seit uns vor Jahren einmal ein kompletter Satz Reifen aus dem Carport entwendet wurde, weil unser hauseigener Y-Chromosomenträger meinte, die lägen da doch gut und wer solle da schon dran gehen, lasse ich meine Reifen IMMER einlagern.
Im Autohaus wurde ich auch direkt mit dem zuständigen Mitarbeiter verbunden, den ich um eine Preisauskunft bezüglich neuer Sommerreifen bat. Im Fahrzeugschein steht, dass unser Auto 215/60 R16 99H - Reifen benötigt. Jaaaa, das sei ja nur ein VORSCHLAG, was denn tatsächlich für Reifen auf den Felgen wären? "Keine Ahnung, die liegen ja bei Ihnen!" Ach so, na dann bräuchte er mal das Kennzeichen. Kein Problem, ich weiß wenig von meinem Auto, aber das Kennzeichen kenne ich. Das hätte er nicht im Computer, ob ich mir sicher wäre? Ja, bin ich! Hm, klapper, klapper..nee unter dem Kennzeichen könne er gar nichts finden, ob wir schon einmal bei Ihnen gewesen wären? Dann müssten da ja zumindest Rechnungen zu finden sein.....Guter Mann, wir wohnen seit nunmehr erschreckenden 5 Jahren hier und seitdem wäre unser Auto des Öfteren da gewesen, meine Reifen lägen auch immer da und ich könne ihm versichern, dass die Firma es auch nie versäumt hat, Rechnungen auszustellen!
Also unter dem Kennzeichen könne er gar nichts finden und bei ihnen sei alles nach Kennzeichen organisiert, ob ich denn eine Quittung über die Einlagerung hätte? Hm ja, die habe ich wie üblich bekommen und wie üblich entsorgt....wäre ja bisher nie ein Problem aufgetreten....
Mit einer Namenssuche konnte der gute Mann dann aber doch verifizieren, dass er unsere Daten im Computer hat und - welch Wunder - sogar das Kennzeichen stimmt! Nur Reifen, also die hätte er nicht eingelagert....ob ich mir sicher sei, dass ich die nicht zu Hause hätte? Ja, ich bin mir noch immer sicher und so verspricht er mir, einen Mitarbeiter ins entsprechende Lager zu schicken und nachschauen zu lassen, er würde sich dann melden.
Am nächsten Tag hat er sich dann auch tatsächlich gemeldet! Er hätte keine Reifen von uns! Ob ich mir sicher sei, dass ich die nicht DOCH zu Hause hätte??? Ich habe dann noch einmal einen Blick in meine Handtasche geworfen und ihm dann bestätigt, dass die Reifen ganz sicher nicht bei uns lägen und ich mich auch ganz sicher nicht mit dem Autohaus vertan hätte......Gut, er würde ein paar Mitarbeiter mehr ins Lager schicken und suchen lassen, das könne dann aber bis morgen dauern.
Ich habe mich dann zwischendurch mal über Preise von Kompletträdern im Internet schlau gemacht und beschlossen, dass ich im Zweifelsfall selbst "im entsprechenden Lager" des Autohauses suchen würde!!!!
Heute hat sich der brave Mann dann auch wieder gemeldet: Sie hätten meine Räder gefunden!!! Aber die Sommerreifen, also DIE würden nichts mehr taugen, da bräuchte ich neue...
Dienstag, 19. November 2013
Der Kampf um die Fernbedienung
Immer wieder kann man in einschlägigen Zeitschriften lesen, dass es ganze Beziehungskrisen durch den Kampf um die Fernsehfernbedienung gibt, weil die Vorlieben des weiblichen und des männlichen Couchbesetzers so weit auseinander driften - diesbezüglich kann ich mit Erfahrungsberichten nicht dienen.
Im Normalfall findet man mich abends mit dem Laptop oder einem Buch vor der Nase und mir ist relativ egal, ob und was nebenher im TV läuft. Will ich wirklich einmal einen bestimmten Film oder eine Sendung sehen, stößt das selten auf Gegenwehr des einzigen Vertreters des männlichen Geschlechts hier im Haus. Kann er so gar nichts damit anfangen, kann er ja immer noch Autorennen auf dem iPad fahren...
Kindisch, findet ihr? Das dachte ich auch einmal und wurde entsprechend aufgeklärt: Ich kann euch sagen, das ist TOTAL MÄNNLICH!! Nein, das ist keine 13jähriger-Teenie-Attitüde, das ist Überlebenskampf!! Glaubt ihr nicht? Ich auch nicht, aber solang er glücklich ist....
Ihr seht, unser TV-Programm bietet wenig Konfliktstoff und somit sollte alles paletti sein....weit gefehlt! Denn es gibt ihn - diesen einen Fall, in dem sich die Abgründe der Chromosomenunterschiede offenbaren.....wenn wir nämlich beide dasselbe sehen wollen!! Glaubt ihr nicht? Ihr Unwissenden.....
Früher, in den Anfängen des Fernsehens, also so bis vor zwei Jahren (zumindest in unserem Haushalt), konnte man eine Sendung bzw. den Fernseher an- und ausschalten, durch die Sender zappen und einen Film entweder gucken oder nicht. Szene verpasst? Pech gehabt!
Heute, im digitalen Zeitalter, kann man einen laufenden Film anhalten, zurück- und wieder vorspulen und wer weiß was alles noch...der Anfang vom Ende....
Denn es ist so - Dinge, die für Frauen auf der Hand liegen, ohne dass sie explizit ausgesprochen werden, gehen an Y-Chromosomenträgern komplett vorbei!
Jetzt gehört unser hauseigener Mann durchaus zu den intelligenten Vertretern seines Geschlechts und als Informatiker ist logisches Denken für ihn so natürlich wie regelmäßiges Atmen. Entsprechend sollte man doch voraussetzen können, dass Anspielungen, Andeutungen oder kongruentes Handeln auch ihm die Absichten, die dahinter stecken, offenbaren müssten......weit gefehlt....
Aufgrund diverser Jahre TV-Erfahrung braucht mir auch niemand zu erklären, dass Männer Andeutungen von Seiten der Frau nie verstehen werden und klare Ansagen brauchen - dessen bin ich mir voll bewusst und so wird es mir nie passieren, dass ich an Geschenkanlässen enttäuscht bin, weil ich doch monatelang immer wieder von dieser einen Tasche gesprochen habe oder mehrfach erwähnt habe, dass ich genau dieses Buch schon immer haben wollte - und dann schenkt er mir eine CD. Männer brauchen klare Ansagen! Andeutungen erkennen sie nicht als solche und schon gar nicht als Aufforderung! Mädels, wünscht ihr euch etwas ganz bestimmtes, macht es wie ich: erstellt eine öffentliche Amazon-Wunschliste und stellt sicher, dass euer Mann weiß, wo er diese findet!!!
Aber zurück zum Thema: Möglicherweise bin ich ja auch etwas eigen, wenn ich einen Film sehen möchte. Im besten Fall konzentriere ich mich dann auf eben diesen Film, möchte die Handlungen verfolgen und Dialogen zuhören! Möchte ich den Inhalt eines Film tatsächlich von Beginn an bis zum bitteren Ende mitbekommen, meide ich auch Kinosäle! Ich habe grundsätzlich das Glück, genau das Pärchen hinter mir zu haben, das nicht nur dauernd mit dem Popcorn raschelt oder lautstark den letzten Tropfen Cola aus dem Becher saugen muss, sondern genau die, die ab dem ersten Bild dringend den Film diskutieren müssen, nicht gut sehen oder hören können: "Was hat die jetzt gesagt??", "Was macht der denn da?", "Wieso gehen die denn jetzt nicht da rein?" - ich habe an sich ein gelassenes Wesen und bin nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen - ABER SO ETWAS MACHT MICH WAHNSINNIG!!!!!!!
Zurück zur trauten Kulisse auf dem heimischen Sofa: Der Film fängt an, ich bin gespannt auf die Handlung, prompter Kommentar von rechts: "Was war das denn da hinten rechts für ein farbiger Punkt?".....???...sollte dort hinten rechts ein farbiger Punkt gewesen sein, ist der sicher für die Handlung nicht relevant, denn die Personen im Vordergrund werden gerade eingeführt.....Brummeln von rechts: "Könnte ne Lichtreflexion gewesen sein..."....öhm ja, mir egal.....dann der Beginn der Apokalypse: "Ich spul nochmal zurück!" - Nein!! Ich möchte wissen, wie es weiter geht und es ist mir pupsegal, ob da jetzt eine Lichtreflexion war oder ein Vogel etwas verloren hat.....er spult zurück, wir gucken die Szene noch einmal - nicht wirklich zu erkennen, was er meint.....er spult nochmal zurück, ich laufe rot an......wir gucken weiter, er meint, dass das sicher für die Handlung auch nicht wichtig sei.....fünf Minuten vergehen in einträchtigem Schweigen, dann: "Was hat sie gesagt? Warum nuschelt die so, ich hab nix verstanden!" (Fernbedienung bereits in der Hand). Ich rekapituliere kurz, was gesagt wurde und darüber verpassen wir die ersten wirklich entscheidenden Worte - egal, man wird schon verstehen, worum es geht, denke ich.......aber: "Jetzt hab ich das nicht gehört, ich spul zurück!" Er spult zurück....wir gucken weiter....."Warum sagt sie ihm nicht einfach, was sie will?" "Weil er es selbst merken soll."........."Wieso?"...."Na, weil sie möchte, dass er das für sie tut, weil er das will und nicht, weil sie ihn darum gebeten hat."......"??????"......."NA DAS LIEGT DOCH AUF DER HAND!!!"....."???"..."Ich spul zurück."
Ihr glaubt, ich übertreibe?? Ich leihe ihn euch gern mal zum Fernsehgucken aus, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!
Im Normalfall findet man mich abends mit dem Laptop oder einem Buch vor der Nase und mir ist relativ egal, ob und was nebenher im TV läuft. Will ich wirklich einmal einen bestimmten Film oder eine Sendung sehen, stößt das selten auf Gegenwehr des einzigen Vertreters des männlichen Geschlechts hier im Haus. Kann er so gar nichts damit anfangen, kann er ja immer noch Autorennen auf dem iPad fahren...
Kindisch, findet ihr? Das dachte ich auch einmal und wurde entsprechend aufgeklärt: Ich kann euch sagen, das ist TOTAL MÄNNLICH!! Nein, das ist keine 13jähriger-Teenie-Attitüde, das ist Überlebenskampf!! Glaubt ihr nicht? Ich auch nicht, aber solang er glücklich ist....
Ihr seht, unser TV-Programm bietet wenig Konfliktstoff und somit sollte alles paletti sein....weit gefehlt! Denn es gibt ihn - diesen einen Fall, in dem sich die Abgründe der Chromosomenunterschiede offenbaren.....wenn wir nämlich beide dasselbe sehen wollen!! Glaubt ihr nicht? Ihr Unwissenden.....
Früher, in den Anfängen des Fernsehens, also so bis vor zwei Jahren (zumindest in unserem Haushalt), konnte man eine Sendung bzw. den Fernseher an- und ausschalten, durch die Sender zappen und einen Film entweder gucken oder nicht. Szene verpasst? Pech gehabt!
Heute, im digitalen Zeitalter, kann man einen laufenden Film anhalten, zurück- und wieder vorspulen und wer weiß was alles noch...der Anfang vom Ende....
Denn es ist so - Dinge, die für Frauen auf der Hand liegen, ohne dass sie explizit ausgesprochen werden, gehen an Y-Chromosomenträgern komplett vorbei!
Jetzt gehört unser hauseigener Mann durchaus zu den intelligenten Vertretern seines Geschlechts und als Informatiker ist logisches Denken für ihn so natürlich wie regelmäßiges Atmen. Entsprechend sollte man doch voraussetzen können, dass Anspielungen, Andeutungen oder kongruentes Handeln auch ihm die Absichten, die dahinter stecken, offenbaren müssten......weit gefehlt....
Aufgrund diverser Jahre TV-Erfahrung braucht mir auch niemand zu erklären, dass Männer Andeutungen von Seiten der Frau nie verstehen werden und klare Ansagen brauchen - dessen bin ich mir voll bewusst und so wird es mir nie passieren, dass ich an Geschenkanlässen enttäuscht bin, weil ich doch monatelang immer wieder von dieser einen Tasche gesprochen habe oder mehrfach erwähnt habe, dass ich genau dieses Buch schon immer haben wollte - und dann schenkt er mir eine CD. Männer brauchen klare Ansagen! Andeutungen erkennen sie nicht als solche und schon gar nicht als Aufforderung! Mädels, wünscht ihr euch etwas ganz bestimmtes, macht es wie ich: erstellt eine öffentliche Amazon-Wunschliste und stellt sicher, dass euer Mann weiß, wo er diese findet!!!
Aber zurück zum Thema: Möglicherweise bin ich ja auch etwas eigen, wenn ich einen Film sehen möchte. Im besten Fall konzentriere ich mich dann auf eben diesen Film, möchte die Handlungen verfolgen und Dialogen zuhören! Möchte ich den Inhalt eines Film tatsächlich von Beginn an bis zum bitteren Ende mitbekommen, meide ich auch Kinosäle! Ich habe grundsätzlich das Glück, genau das Pärchen hinter mir zu haben, das nicht nur dauernd mit dem Popcorn raschelt oder lautstark den letzten Tropfen Cola aus dem Becher saugen muss, sondern genau die, die ab dem ersten Bild dringend den Film diskutieren müssen, nicht gut sehen oder hören können: "Was hat die jetzt gesagt??", "Was macht der denn da?", "Wieso gehen die denn jetzt nicht da rein?" - ich habe an sich ein gelassenes Wesen und bin nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen - ABER SO ETWAS MACHT MICH WAHNSINNIG!!!!!!!
Zurück zur trauten Kulisse auf dem heimischen Sofa: Der Film fängt an, ich bin gespannt auf die Handlung, prompter Kommentar von rechts: "Was war das denn da hinten rechts für ein farbiger Punkt?".....???...sollte dort hinten rechts ein farbiger Punkt gewesen sein, ist der sicher für die Handlung nicht relevant, denn die Personen im Vordergrund werden gerade eingeführt.....Brummeln von rechts: "Könnte ne Lichtreflexion gewesen sein..."....öhm ja, mir egal.....dann der Beginn der Apokalypse: "Ich spul nochmal zurück!" - Nein!! Ich möchte wissen, wie es weiter geht und es ist mir pupsegal, ob da jetzt eine Lichtreflexion war oder ein Vogel etwas verloren hat.....er spult zurück, wir gucken die Szene noch einmal - nicht wirklich zu erkennen, was er meint.....er spult nochmal zurück, ich laufe rot an......wir gucken weiter, er meint, dass das sicher für die Handlung auch nicht wichtig sei.....fünf Minuten vergehen in einträchtigem Schweigen, dann: "Was hat sie gesagt? Warum nuschelt die so, ich hab nix verstanden!" (Fernbedienung bereits in der Hand). Ich rekapituliere kurz, was gesagt wurde und darüber verpassen wir die ersten wirklich entscheidenden Worte - egal, man wird schon verstehen, worum es geht, denke ich.......aber: "Jetzt hab ich das nicht gehört, ich spul zurück!" Er spult zurück....wir gucken weiter....."Warum sagt sie ihm nicht einfach, was sie will?" "Weil er es selbst merken soll."........."Wieso?"...."Na, weil sie möchte, dass er das für sie tut, weil er das will und nicht, weil sie ihn darum gebeten hat."......"??????"......."NA DAS LIEGT DOCH AUF DER HAND!!!"....."???"..."Ich spul zurück."
Ihr glaubt, ich übertreibe?? Ich leihe ihn euch gern mal zum Fernsehgucken aus, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!
Mittwoch, 18. September 2013
Call-Center-Anrufe
Ihr kennt sie sicher alle - die ungebetenen Call-Center-Anrufe, die einem das Blaue vom Himmel versprechen, Gewinne satt oder Abos verkaufen wollen, eine zusätzliche Kreditkarte oder was weiß ich noch alles - ja offiziell sind sie glaub ich mittlerweile verboten, weniger wurden sie dadurch nicht...
Da ich im Normalfall tagsüber nicht zu Hause bin, landen viele auf dem Anrufbeantworter, mit dem sprechen sie ja nicht und ich sehe dann nur seltsame Nummern in der Anrufliste - meinetwegen....
Vor einigen Wochen allerdings war ich krank und verbrachte einige Tage zu Hause. Wenn es dann langsam bergauf geht, kann man, wie ich festgestellt habe, durchaus viel Spaß mit diesen Anrufern haben!
Was man natürlich keinesfalls machen darf ist, sich auf ernsthafte Diskussionen mit ihnen einlassen - ich weiß nicht, in welchem Boot Camp Call-Center-Mitarbeiter ausgebildet werden, aber wenn sie keine Argumente mehr haben, warum sie natürlich viel besser als die Konkurrenz sind oder warum man unbedingt eine dritte Fernsehzeitung benötigt, werden sie oft doch sehr ungehalten und mein Wortschatz hat sich um einige Beschimpfungen erweitert. Klar, man kann einfach auflegen - aber irgendwie unbefriedigend ist das ja schon....
Aber jetzt weiß ich, wie es viel unterhaltsamer laufen kann: Wie gesagt, ich war krank zu Hause, das Telefon klingelt und ein Tiefkühllieferservice wollte seine Dienste anpreisen. Ich hab gar nichts gegen Tiefkühlkost und jeden Monat kommt ein netter Herr hier vorbei und bringt mir, was immer ich haben möchte - aber das muss ich der Dame am Telefon ja nicht auf die Nase binden!!!! Also frage ich ganz unbedarft: "Und das ist dann alles tiefgekühlt?????". Die Anruferin, die wohl dachte, wir leben hinter dem Mond, meinte ganz salbungsvoll: "Ganz genau, alles praktisch tiefgekühlt." Daraufhin ich mit allerliebster Kleinmädchenstimme: "Aber Tiefkühlkost ist doch des Teufels!" Sie hat aufgelegt und nie wieder angerufen.
Einige Callcenter wissen mittlerweile, dass es noch andere Menschen gibt, die tagsüber zwecks Broterwerb das Haus verlassen müssen und dann telefonisch nicht erreichbar sind. Die rufen dann am späten Nachmittag an und da kann es tatsächlich geschehen, dass ich da bin und abnehme. So auch heute! Da findige Unternehmer festgestellt haben, dass es hier im ländlichen Niedersachsen nicht so viel Zerstreuung gibt wie in manch städtischen Gebieten, haben sie angefangen, hier das Internetangebot auszubauen und so gehen gerade diverse Anbieter auf Kundenfang. Entsprechend sagt der freundliche Callcenter-Mitarbeiter am Telefon: "Ich möchte mit Ihnen über Ihr Internet sprechen." Ich hocherfreut: "Jaaa, das finde ich klasse! Da trifft man sooo nette Leute und muss sich vorher nicht einmal die Haare machen!!!" "Öhm ja, ich möchte mit Ihnen über Ihren Internetanbieter sprechen." "Das muss man anbieten??? Also bei mir kommt das durch die Luft, nur manchmal scheint es vorher runterzufallen, dann habe ich keinen Empfang." "Wer kümmert sich denn bei Ihnen um die technischen Aspekte?" "Ach so, das macht mein Mann." "Wann ist der denn wieder zu Hause??" Ich, leidend: "Ja DAS wüsste ich auch gern." Ich glaube, der Mann ruft auch nicht noch einmal an...
Da ich im Normalfall tagsüber nicht zu Hause bin, landen viele auf dem Anrufbeantworter, mit dem sprechen sie ja nicht und ich sehe dann nur seltsame Nummern in der Anrufliste - meinetwegen....
Vor einigen Wochen allerdings war ich krank und verbrachte einige Tage zu Hause. Wenn es dann langsam bergauf geht, kann man, wie ich festgestellt habe, durchaus viel Spaß mit diesen Anrufern haben!
Was man natürlich keinesfalls machen darf ist, sich auf ernsthafte Diskussionen mit ihnen einlassen - ich weiß nicht, in welchem Boot Camp Call-Center-Mitarbeiter ausgebildet werden, aber wenn sie keine Argumente mehr haben, warum sie natürlich viel besser als die Konkurrenz sind oder warum man unbedingt eine dritte Fernsehzeitung benötigt, werden sie oft doch sehr ungehalten und mein Wortschatz hat sich um einige Beschimpfungen erweitert. Klar, man kann einfach auflegen - aber irgendwie unbefriedigend ist das ja schon....
Aber jetzt weiß ich, wie es viel unterhaltsamer laufen kann: Wie gesagt, ich war krank zu Hause, das Telefon klingelt und ein Tiefkühllieferservice wollte seine Dienste anpreisen. Ich hab gar nichts gegen Tiefkühlkost und jeden Monat kommt ein netter Herr hier vorbei und bringt mir, was immer ich haben möchte - aber das muss ich der Dame am Telefon ja nicht auf die Nase binden!!!! Also frage ich ganz unbedarft: "Und das ist dann alles tiefgekühlt?????". Die Anruferin, die wohl dachte, wir leben hinter dem Mond, meinte ganz salbungsvoll: "Ganz genau, alles praktisch tiefgekühlt." Daraufhin ich mit allerliebster Kleinmädchenstimme: "Aber Tiefkühlkost ist doch des Teufels!" Sie hat aufgelegt und nie wieder angerufen.
Einige Callcenter wissen mittlerweile, dass es noch andere Menschen gibt, die tagsüber zwecks Broterwerb das Haus verlassen müssen und dann telefonisch nicht erreichbar sind. Die rufen dann am späten Nachmittag an und da kann es tatsächlich geschehen, dass ich da bin und abnehme. So auch heute! Da findige Unternehmer festgestellt haben, dass es hier im ländlichen Niedersachsen nicht so viel Zerstreuung gibt wie in manch städtischen Gebieten, haben sie angefangen, hier das Internetangebot auszubauen und so gehen gerade diverse Anbieter auf Kundenfang. Entsprechend sagt der freundliche Callcenter-Mitarbeiter am Telefon: "Ich möchte mit Ihnen über Ihr Internet sprechen." Ich hocherfreut: "Jaaa, das finde ich klasse! Da trifft man sooo nette Leute und muss sich vorher nicht einmal die Haare machen!!!" "Öhm ja, ich möchte mit Ihnen über Ihren Internetanbieter sprechen." "Das muss man anbieten??? Also bei mir kommt das durch die Luft, nur manchmal scheint es vorher runterzufallen, dann habe ich keinen Empfang." "Wer kümmert sich denn bei Ihnen um die technischen Aspekte?" "Ach so, das macht mein Mann." "Wann ist der denn wieder zu Hause??" Ich, leidend: "Ja DAS wüsste ich auch gern." Ich glaube, der Mann ruft auch nicht noch einmal an...
Freitag, 22. Februar 2013
Jedem Tierchen sein Plaisirchen....
Jeder hat so seine Macken...dass sich das nicht allein auf Menschen bezieht, kann sicher jeder, der ein Haustier hat, bestätigen.
Aber auch da gibt es solche und solche Macken - unser Kater ist da etwas exzentrisch....
Vielleicht liegt es am Alter, immerhin ist der Herr mittlerweile 14 Jahre alt, vielleicht meint er auch einfach, das muss so sein...
Schon seit Monaten konnte man beobachten, dass Winston die Wassernäpfe - zwei Edelstahlschüsselchen im Ständer - immer mit der Schnauze durchs ganze Zimmer schubste, bis er dann doch irgendwann trinken konnte. Warum? Keine Ahnung...die anderen Katzen hatten nie ein Problem mit dem Wasser...naja, soll er, wenn er meint.
Vor einigen Wochen dann waren meine Eltern mit ihrem neuen Hund zu Besuch. Hundeschüsseln sind im Normalfall um einiges größer als Katzenschüsseln, so auch Lunas Wassernapf, eine große Edelstahlschüssel. Okay, der Hund musste dafür in Kauf genommen werden, aaaaber der Kater war seelig! Eine Wasserschüssel, wie er sie sich immer erträumt hat!! Nicht nur, dass er sich direkt auf das Wasser stürzte, er stand direkt mit den Vorderpfoten in der Schüssel und begann, ekstatisch in der Schüssel zu treten.
Tja, mit dem Hund verschwand der Wassernapf und Winnie musste wieder seine Schüsseln durch die Gegend schieben.
Aber der Mensch ist ja mitleidig und so habe ich ihm jetzt einen gaaaaaanz großen Wassernapf gekauft. Ein Kater auf Wolke 7, anders lässt es sich nicht beschreiben, wie Winston reagierte. Nachdem er minutenlang mit den Vorderpfoten in der Wasserschüssel herumgetrampelt war, fiel ihm dann wohl auf, dass das letzte Mal, als ihm eine derart riesige Schüssel vergönnt gewesen war, da ein artfremder Vierbeiner mitgeliefert worden war, nach dem er sich jetzt hektisch umsah. Was ein Glück für ihn - kein Hund weit und breit :-)
Mal gucken, welch seltsame Wünsche als nächstes anstehen...aktuell ganz weit vorn auf der Skala: Die Miniblondine (4), die wünscht sich eine Yogamatte.
Aber auch da gibt es solche und solche Macken - unser Kater ist da etwas exzentrisch....
Vielleicht liegt es am Alter, immerhin ist der Herr mittlerweile 14 Jahre alt, vielleicht meint er auch einfach, das muss so sein...
Schon seit Monaten konnte man beobachten, dass Winston die Wassernäpfe - zwei Edelstahlschüsselchen im Ständer - immer mit der Schnauze durchs ganze Zimmer schubste, bis er dann doch irgendwann trinken konnte. Warum? Keine Ahnung...die anderen Katzen hatten nie ein Problem mit dem Wasser...naja, soll er, wenn er meint.
Vor einigen Wochen dann waren meine Eltern mit ihrem neuen Hund zu Besuch. Hundeschüsseln sind im Normalfall um einiges größer als Katzenschüsseln, so auch Lunas Wassernapf, eine große Edelstahlschüssel. Okay, der Hund musste dafür in Kauf genommen werden, aaaaber der Kater war seelig! Eine Wasserschüssel, wie er sie sich immer erträumt hat!! Nicht nur, dass er sich direkt auf das Wasser stürzte, er stand direkt mit den Vorderpfoten in der Schüssel und begann, ekstatisch in der Schüssel zu treten.
Tja, mit dem Hund verschwand der Wassernapf und Winnie musste wieder seine Schüsseln durch die Gegend schieben.
Aber der Mensch ist ja mitleidig und so habe ich ihm jetzt einen gaaaaaanz großen Wassernapf gekauft. Ein Kater auf Wolke 7, anders lässt es sich nicht beschreiben, wie Winston reagierte. Nachdem er minutenlang mit den Vorderpfoten in der Wasserschüssel herumgetrampelt war, fiel ihm dann wohl auf, dass das letzte Mal, als ihm eine derart riesige Schüssel vergönnt gewesen war, da ein artfremder Vierbeiner mitgeliefert worden war, nach dem er sich jetzt hektisch umsah. Was ein Glück für ihn - kein Hund weit und breit :-)
Mal gucken, welch seltsame Wünsche als nächstes anstehen...aktuell ganz weit vorn auf der Skala: Die Miniblondine (4), die wünscht sich eine Yogamatte.
Samstag, 22. Dezember 2012
Weihnachtspost
Die Miniblondine ist schon grooooß - 4 Jahre alt und mächtig stolz darauf. Allerdings ist der Mensch ein Gewohnheitstier und diese Eigenschaft hat die Miniblondine perfektioniert. Abweichungen von ihren Gewohnheiten mag sie schon einmal generell nicht und wenn es um liebgewordene Annehmlichkeiten geht, geht sie auch auf die Barrikaden!
So mochte Madame auch mit 4 Jahren nicht von ihrer gewohnten Milchflasche vor dem Einschlafen lassen. Verweigerte man ihr diese, war an Schlaf nicht zu denken - nicht für sie und auch für keinen anderen! Auch Alternativen zur Babynahrung in der Flasche wie Milch, Wasser oder Saft wurden kategorisch abgelehnt.
Sehr zu ihrem Verdruss sagte ihr dann aber auch die Zahnärztin, dass es in ihrem Alter und ihren Zähnen zuliebe doch wirklich Zeit sei, sich von der Milchflasche zu trennen. Generell werden Vorschläge dieser Art, wenn sie von den eigenen Eltern kommen, natürlich nicht nur argwöhnisch betrachtet, sondern auch gleich verworfen. Bei Außenstehenden kann man ja zumindest mal darüber nachdenken.........aber das geht mit einer Milchflasche natürlich besonders gut.........
Vor einigen Tagen wiederholte die Zahnärztin dann, dass sie doch auch an ihre Zähne denken solle und sie könne die Flaschen ja auch einfach in ein Paket packen und an den Weihnachtsmann schicken! Na das war doch ein Vorschlag, über den sich nachzudenken lohnt! Ein Paket an den Weihnachtsmann ist ja auch etwas besonderes!
Den guten Willen der Miniblondine ausnutzend, wurden dann zu Hause auch gleich sämtliche verfügbaren Flaschen in ein Paket gepackt, mit einem Brief versehen, zugeklebt und an den Weihnachtsmann nach Himmelpfort versandt.
Nachfragen blieben abends natürlich nicht aus, aber die Argumentation, dass wir ja gar keine Flasche haben, weil sie die alle an den Weihnachtsmann geschickt habe, fand sie so schlüssig, dass sie ab da ohne ihre Einschlafhilfe auskam.
Und da gute Absichten belohnt werden, trudelte kürzlich Post für die Miniblondine ein:
So mochte Madame auch mit 4 Jahren nicht von ihrer gewohnten Milchflasche vor dem Einschlafen lassen. Verweigerte man ihr diese, war an Schlaf nicht zu denken - nicht für sie und auch für keinen anderen! Auch Alternativen zur Babynahrung in der Flasche wie Milch, Wasser oder Saft wurden kategorisch abgelehnt.
Sehr zu ihrem Verdruss sagte ihr dann aber auch die Zahnärztin, dass es in ihrem Alter und ihren Zähnen zuliebe doch wirklich Zeit sei, sich von der Milchflasche zu trennen. Generell werden Vorschläge dieser Art, wenn sie von den eigenen Eltern kommen, natürlich nicht nur argwöhnisch betrachtet, sondern auch gleich verworfen. Bei Außenstehenden kann man ja zumindest mal darüber nachdenken.........aber das geht mit einer Milchflasche natürlich besonders gut.........
Vor einigen Tagen wiederholte die Zahnärztin dann, dass sie doch auch an ihre Zähne denken solle und sie könne die Flaschen ja auch einfach in ein Paket packen und an den Weihnachtsmann schicken! Na das war doch ein Vorschlag, über den sich nachzudenken lohnt! Ein Paket an den Weihnachtsmann ist ja auch etwas besonderes!
Den guten Willen der Miniblondine ausnutzend, wurden dann zu Hause auch gleich sämtliche verfügbaren Flaschen in ein Paket gepackt, mit einem Brief versehen, zugeklebt und an den Weihnachtsmann nach Himmelpfort versandt.
Nachfragen blieben abends natürlich nicht aus, aber die Argumentation, dass wir ja gar keine Flasche haben, weil sie die alle an den Weihnachtsmann geschickt habe, fand sie so schlüssig, dass sie ab da ohne ihre Einschlafhilfe auskam.
Und da gute Absichten belohnt werden, trudelte kürzlich Post für die Miniblondine ein:
Samstag, 8. Dezember 2012
In der Weihnachtsbäckerei
Es gibt Brauchtümer, die nur erfunden wurden, um Eltern in den Wahnsinn zu treiben....eines davon: Weihnachtsplätzchen backen mit dem Nachwuchs....
Da ich dies schon vor laaaaanger Zeit erkannt habe, vermeide ich dieses alljährlich wiederkehrende Event. Aber nicht, dass ihr denkt, meine armen vernachlässigten Nachwuchsblondinen müssten ohne diese prägenden Erfahrungen aufwachsen:
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie gut auch bei Vätern der Verdrängungsmechanismus funktioniert! So erklärt sich unser männlicher Bewohner jedes Jahr freudestrahlend freiwillig bereit, mit dem Nachwuchs Plätzchen zu produzieren - glatt vergessend, dass der Ablauf jedes Jahr gleich ist: Schon Tage vorher sind die Nachwuchsblondinen außer Rand und Band - am Wochenende backen wir Weihnachtsplätzchen!!! Kommt der Tag, würden sie am liebsten bereits im Morgengrauen beginnen, aber dieses Ereignis wird vom Elternvertreter streng auf den Nachmittag gelegt (schon allein deshalb, damit wir die Kindsmutter beknien können, den Teig doch bitte vorzubereiten und dafür zu sorgen, dass ausreichend Verzierungsmaterial vorhanden ist).
Geht es dann los, ist die Euphorie bei der Großen bereits verpufft und sie hat keine Lust! Zwei Kinder begeben sich aber enthusiastisch in die Weihnachtsbäckerei - irgendwann stößt die Fehlende dann doch dazu.
Geduld allerdings ist ein Fremdwort für sämtliche Nachwuchsblondinen - für ihren Vater allerdings genau so und so prallen jedesmal geballte Energien aufeinander: Die vereinigte Blondinenmacht, die alles sofort und jetzt und überhaupt haben und machen will, der alles zu lange dauert und wehe eine der Schwestern darf irgendwas früher als eine andere - und auf der anderen Seite der zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr ganz so freudig erregte Vater der Meute, der als Mann bekanntlich nicht multitasking-fähig und angesichts der ihm entgegenschlagenden Emotionen heillos überfordert ist.
Beim Ausstechen sind dann alle wieder glücklich vereint und eifrig bei der Sache:
Da die Große dieses Jahr beschlossen hat, viiiieeellll zu groß zu sein für "Babykekse" zum Ausstechen, haben ich dann kurzentschlossen mit ihr ein paar Makronen gemacht - fand sie viiiieeell besser:
und auch die Nussecken, die ich bereits gestern gebacken hatte, fanden bei ihr Anklang:
Die härteste Geduldsprobe für den Nachwuchs ist aber grundsätzlich, wenn das Ausstechen ein Ende hat, die Plätzchen im Ofen backen und sie warten müssen, bis sie anfangen können zu verzieren................geht's noch nicht los????? Wo ist die Schokolade, die Streusel, die Zuckerperlen............können wir jetzt endlich??????????????????? Der Geduldsfaden beim volljährigen Begleiter wird kurz und kürzer..................aber dann finden sich alle zusammen, um ihr Werk zu vollenden:
Da ich dies schon vor laaaaanger Zeit erkannt habe, vermeide ich dieses alljährlich wiederkehrende Event. Aber nicht, dass ihr denkt, meine armen vernachlässigten Nachwuchsblondinen müssten ohne diese prägenden Erfahrungen aufwachsen:
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie gut auch bei Vätern der Verdrängungsmechanismus funktioniert! So erklärt sich unser männlicher Bewohner jedes Jahr freudestrahlend freiwillig bereit, mit dem Nachwuchs Plätzchen zu produzieren - glatt vergessend, dass der Ablauf jedes Jahr gleich ist: Schon Tage vorher sind die Nachwuchsblondinen außer Rand und Band - am Wochenende backen wir Weihnachtsplätzchen!!! Kommt der Tag, würden sie am liebsten bereits im Morgengrauen beginnen, aber dieses Ereignis wird vom Elternvertreter streng auf den Nachmittag gelegt (schon allein deshalb, damit wir die Kindsmutter beknien können, den Teig doch bitte vorzubereiten und dafür zu sorgen, dass ausreichend Verzierungsmaterial vorhanden ist).
Geht es dann los, ist die Euphorie bei der Großen bereits verpufft und sie hat keine Lust! Zwei Kinder begeben sich aber enthusiastisch in die Weihnachtsbäckerei - irgendwann stößt die Fehlende dann doch dazu.
Geduld allerdings ist ein Fremdwort für sämtliche Nachwuchsblondinen - für ihren Vater allerdings genau so und so prallen jedesmal geballte Energien aufeinander: Die vereinigte Blondinenmacht, die alles sofort und jetzt und überhaupt haben und machen will, der alles zu lange dauert und wehe eine der Schwestern darf irgendwas früher als eine andere - und auf der anderen Seite der zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr ganz so freudig erregte Vater der Meute, der als Mann bekanntlich nicht multitasking-fähig und angesichts der ihm entgegenschlagenden Emotionen heillos überfordert ist.
Beim Ausstechen sind dann alle wieder glücklich vereint und eifrig bei der Sache:
Da die Große dieses Jahr beschlossen hat, viiiieeellll zu groß zu sein für "Babykekse" zum Ausstechen, haben ich dann kurzentschlossen mit ihr ein paar Makronen gemacht - fand sie viiiieeell besser:
und auch die Nussecken, die ich bereits gestern gebacken hatte, fanden bei ihr Anklang:
Die härteste Geduldsprobe für den Nachwuchs ist aber grundsätzlich, wenn das Ausstechen ein Ende hat, die Plätzchen im Ofen backen und sie warten müssen, bis sie anfangen können zu verzieren................geht's noch nicht los????? Wo ist die Schokolade, die Streusel, die Zuckerperlen............können wir jetzt endlich??????????????????? Der Geduldsfaden beim volljährigen Begleiter wird kurz und kürzer..................aber dann finden sich alle zusammen, um ihr Werk zu vollenden:
Und natürlich müssen die ersten auch gleich getestet werden:
Während die Kinder gleich friedlich und geschafft ins Bett sinken werden (Achtung Ironie!), wird sich der Göttergatte in den Sessel sinken lassen und sich schwören "nie wieder! Nie wieder".......bis zum nächsten Jahr!
Freitag, 7. Dezember 2012
der Nikolaus
5. Dezember, der Abend vor Nikolaus
Die große Nachwuchsblondine weiß alles! Daran kann kein Zweifel bestehen...zumindest sie ist felsenfest davon überzeugt! Und natürlich weiß sie auch, dass es keinen Nikolaus gibt, bzw. dass dieser schon lang tot ist und deshalb natürlich keine Sachen über Nacht bringen kann - so nämlich!
Bemerkenswert allerdings, dass das die anderen beiden Nachwuchsblondinen nicht die Bohne interessierte. Sonst ist immer alles, was die große Schwester erzählt, der Nabel der Weisheit, aber hier hörten sie nicht einmal richtig hin. Sie freuten sich, dass der Nikolaus am nächsten Tag kommen würde.
Entsprechend enthusiastisch stellten sie, bevor es ins Bett ging, je einen Stiefel vor die Tür. Um auf Nummer sicher zu gehen (und nicht, weil sie glaubt, dass der Nikolaus käme), stellte auch die Große ihren dazu.
Es war kalt an dem Abend und zwar sehr kalt. Die armen Stiefel froren bitterlich......allerdings konnte ich sie erst erlösen, als die große Nachwuchsblondine, unsere Nachteule, fest schlief.
In der Nacht schneite es....
am nächsten Morgen hingen drei begeisterte Kinder am Fenster, um den Schnee zu bewundern........da sahen sie es!! Eine einsame Fußspur zog sich von der Straße durch die Einfahrt bis zur Haustür und wieder zurück! Kein Zweifel, der Nikolaus war da!!!! Da gab es kein Halten mehr und die abgeklärte Große vornweg!
Dass der Papa die Stiefel schon hereingeholt hatte, damit sie nicht im Schnee versinken, fanden sie absolut verständlich und seither kam kein Wort des Zweifels mehr aus dem Mund der großen Nachwuchsblondine.
Und was lernen wir daraus? Ein Zeitungsabo, bei dem die Zeitung in aller Herrgottsfrühe kommt, ist Gold wert ;-)
Die große Nachwuchsblondine weiß alles! Daran kann kein Zweifel bestehen...zumindest sie ist felsenfest davon überzeugt! Und natürlich weiß sie auch, dass es keinen Nikolaus gibt, bzw. dass dieser schon lang tot ist und deshalb natürlich keine Sachen über Nacht bringen kann - so nämlich!
Bemerkenswert allerdings, dass das die anderen beiden Nachwuchsblondinen nicht die Bohne interessierte. Sonst ist immer alles, was die große Schwester erzählt, der Nabel der Weisheit, aber hier hörten sie nicht einmal richtig hin. Sie freuten sich, dass der Nikolaus am nächsten Tag kommen würde.
Entsprechend enthusiastisch stellten sie, bevor es ins Bett ging, je einen Stiefel vor die Tür. Um auf Nummer sicher zu gehen (und nicht, weil sie glaubt, dass der Nikolaus käme), stellte auch die Große ihren dazu.
Es war kalt an dem Abend und zwar sehr kalt. Die armen Stiefel froren bitterlich......allerdings konnte ich sie erst erlösen, als die große Nachwuchsblondine, unsere Nachteule, fest schlief.
In der Nacht schneite es....
am nächsten Morgen hingen drei begeisterte Kinder am Fenster, um den Schnee zu bewundern........da sahen sie es!! Eine einsame Fußspur zog sich von der Straße durch die Einfahrt bis zur Haustür und wieder zurück! Kein Zweifel, der Nikolaus war da!!!! Da gab es kein Halten mehr und die abgeklärte Große vornweg!
Dass der Papa die Stiefel schon hereingeholt hatte, damit sie nicht im Schnee versinken, fanden sie absolut verständlich und seither kam kein Wort des Zweifels mehr aus dem Mund der großen Nachwuchsblondine.
Und was lernen wir daraus? Ein Zeitungsabo, bei dem die Zeitung in aller Herrgottsfrühe kommt, ist Gold wert ;-)
Sonntag, 11. November 2012
Verwirrende Familienverhältnisse
Ich komme aus einer großen Familie. Für meine Mädels ist es normal, dass sie viele Onkel und auch Tanten haben, damit sind sie aufgewachsen. Länger hat es gedauert, bis ihnen klar war, ob die Onkel/Tanten zu Mamas Seite gehören oder zu Papas. Da auf der Seite unseres einzigen männlichen Mitbewohners nicht gar so viele Leute sind (ein Bruder, eine Schwester, jeweils verheiratet), ging das noch - im Zweifelsfall gehörten sie zu Mamas Seite, da war die Wahrscheinlichkeit immer hoch, richtig zu liegen.
Bemerkenswert einfach war es für sie, zu identifizieren, welcher Teil von Onkel/Tante jetzt tatsächlich blutsverwandt und welcher angeheiratet war: Auf der Seite ihres Papas aufgrund der Chancengleichheit recht simpel - auf der Seite der Mama lag man bei der Vermutung, der Onkel sei Mamas Bruder (fast) immer richtig. Die einzige Schwester, die ich mein eigen nenne, ist erklärte Lieblingstante der Nachwuchsblondinen, weil sie sie von klein auf viel gesehen haben und sie ihnen mittlerweile auch eine Cousine zum Spielen geliefert hat - das merkt man sich!
Beim heutigen Mittagessen meinte die mittlere Nachwuchsblondine ohne näheren Zusammenhang zu ihrer großen Schwester: "Weißt du noch, als du "Baby Benno" gesagt hast und das war aber Baby Anton?" Ja, hm, an dieses Versehen wollte die große Nachwuchsblondine nicht wirklich erinnert werden und meinte nur: "Ist ja auch verwirrend, lauter Babies....."
Nachsichtig meinte ich daraufhin, dass Benno ja Weihnachten bereits ein Jahr würde und entsprechend den offiziellen Babystatus verlieren würde. Aber damit konnte ich sie nicht besänftigen, sondern musste mir stattdessen predigen lassen: "Na, Mama, mal ehrlich! Früher war das ganz einfach: Da war ich da und Anna und Missi!" Ja das stimmt, Melissa, Cousine Nr. 1 ist nur 10 Monate jünger als unsere Große und gehörte von Anfang an dazu - sie war halt immer da. - und dann gab es jahrelang keine Veränderung.
Doch dann begann eine hektische Zeit ihre Schatten voraus zu werfen: Im Sommer vor der Geburt der Miniblondine bekamen die Mädels ihren ersten Cousin. Da dieser nicht nur der erste Junge, sondern auch noch dem Papateil zugehörig war, bestand da keine Verwechslungsgefahr.
Fast zeitgleich mit der Miniblondine wurde dann Cousine Nr. 2 geliefert, die Tochter der erwähnten Tante. Da sie und Caro von klein auf eine wahnsinnige Einheit (im wahrsten Sinne des Wortes) bildeten, war auch da alles klar und keine Verwirrung möglich.
Doch dann kam es Schlag auf Schlag, zumindest von den Mädels so empfunden! Da wir in der Zwischenzeit 300 km vom Rest der Verwandtschaft entfernt wohnen, bekommen die Mädels dass dann immer nur theoretisch erzählt mit oder geballt erfahren, wenn wir auf Verwandtenbesuch sind! Erst wurde Cousin Nr. 2 geboren (der kleine Bruder von Cousin Nr. 1), vor einem Jahr dann folgte "Baby Benno" - der Arme wird den Beinamen "Baby" wohl auch als Teenie noch von meinen Mädels hören, das scheint für sie eine unumstößliche Einheit zu sein....ein halbes Jahr darauf folgte "Baby Anton" - und jetzt wurde auch noch angedroht, dass es um Weihnachten herum eine weitere Cousine gäbe - zumindest die große Nachwuchsblondine scheint kapituliert zu haben und bat um Erstellung eines unmißverständlichen Stammbaums mit Fotos - da könne sie dann wenigstens immer nachlesen, wer zu wem gehört......ich habe es unterlassen, sie darauf hinzuweisen, dass es noch diverse Onkel ohne Nachwuchs gebe, bei denen sich das noch ändern kann.....
Anstatt nun das Thema zu wechseln, war die mittlere Nachwuchsblondine mittlerweile so darin vertieft, dass sie den Faden weiterspann: "Wenn ich mal ein Baby bekomme, wer ist denn dann die Oma?" "Die Oma von deinem Baby bin dann ich und deine Schwestern sind die Tanten." Die Miniblondine schüttete sich aus vor Lachen: Tante Caro.....hihihii. Die große Nachwuchsblondine sagte, das gehe so nicht, Tante Bekka klinge sch.......öhm ja. Aber die Anfangsfrage schien noch nicht ausreichend beantwortet und so wurde nachgefragt: "Aber was ist denn dann mit Oma Sigrid?? Ist die dann keine Oma mehr?" "Doch klar, die Oma bleibt deine Oma und von deinem Baby ist sie dann die Ur-Oma!" Großes Gelächter am ganzen Tisch, bis die Große dann meinte: "Ist ja auch klar, die sagt uns ja immer, wann wir los müssen, da muss man dann Uhr-Oma werden!"
Bemerkenswert einfach war es für sie, zu identifizieren, welcher Teil von Onkel/Tante jetzt tatsächlich blutsverwandt und welcher angeheiratet war: Auf der Seite ihres Papas aufgrund der Chancengleichheit recht simpel - auf der Seite der Mama lag man bei der Vermutung, der Onkel sei Mamas Bruder (fast) immer richtig. Die einzige Schwester, die ich mein eigen nenne, ist erklärte Lieblingstante der Nachwuchsblondinen, weil sie sie von klein auf viel gesehen haben und sie ihnen mittlerweile auch eine Cousine zum Spielen geliefert hat - das merkt man sich!
Beim heutigen Mittagessen meinte die mittlere Nachwuchsblondine ohne näheren Zusammenhang zu ihrer großen Schwester: "Weißt du noch, als du "Baby Benno" gesagt hast und das war aber Baby Anton?" Ja, hm, an dieses Versehen wollte die große Nachwuchsblondine nicht wirklich erinnert werden und meinte nur: "Ist ja auch verwirrend, lauter Babies....."
Nachsichtig meinte ich daraufhin, dass Benno ja Weihnachten bereits ein Jahr würde und entsprechend den offiziellen Babystatus verlieren würde. Aber damit konnte ich sie nicht besänftigen, sondern musste mir stattdessen predigen lassen: "Na, Mama, mal ehrlich! Früher war das ganz einfach: Da war ich da und Anna und Missi!" Ja das stimmt, Melissa, Cousine Nr. 1 ist nur 10 Monate jünger als unsere Große und gehörte von Anfang an dazu - sie war halt immer da. - und dann gab es jahrelang keine Veränderung.
Doch dann begann eine hektische Zeit ihre Schatten voraus zu werfen: Im Sommer vor der Geburt der Miniblondine bekamen die Mädels ihren ersten Cousin. Da dieser nicht nur der erste Junge, sondern auch noch dem Papateil zugehörig war, bestand da keine Verwechslungsgefahr.
Fast zeitgleich mit der Miniblondine wurde dann Cousine Nr. 2 geliefert, die Tochter der erwähnten Tante. Da sie und Caro von klein auf eine wahnsinnige Einheit (im wahrsten Sinne des Wortes) bildeten, war auch da alles klar und keine Verwirrung möglich.
Doch dann kam es Schlag auf Schlag, zumindest von den Mädels so empfunden! Da wir in der Zwischenzeit 300 km vom Rest der Verwandtschaft entfernt wohnen, bekommen die Mädels dass dann immer nur theoretisch erzählt mit oder geballt erfahren, wenn wir auf Verwandtenbesuch sind! Erst wurde Cousin Nr. 2 geboren (der kleine Bruder von Cousin Nr. 1), vor einem Jahr dann folgte "Baby Benno" - der Arme wird den Beinamen "Baby" wohl auch als Teenie noch von meinen Mädels hören, das scheint für sie eine unumstößliche Einheit zu sein....ein halbes Jahr darauf folgte "Baby Anton" - und jetzt wurde auch noch angedroht, dass es um Weihnachten herum eine weitere Cousine gäbe - zumindest die große Nachwuchsblondine scheint kapituliert zu haben und bat um Erstellung eines unmißverständlichen Stammbaums mit Fotos - da könne sie dann wenigstens immer nachlesen, wer zu wem gehört......ich habe es unterlassen, sie darauf hinzuweisen, dass es noch diverse Onkel ohne Nachwuchs gebe, bei denen sich das noch ändern kann.....
Anstatt nun das Thema zu wechseln, war die mittlere Nachwuchsblondine mittlerweile so darin vertieft, dass sie den Faden weiterspann: "Wenn ich mal ein Baby bekomme, wer ist denn dann die Oma?" "Die Oma von deinem Baby bin dann ich und deine Schwestern sind die Tanten." Die Miniblondine schüttete sich aus vor Lachen: Tante Caro.....hihihii. Die große Nachwuchsblondine sagte, das gehe so nicht, Tante Bekka klinge sch.......öhm ja. Aber die Anfangsfrage schien noch nicht ausreichend beantwortet und so wurde nachgefragt: "Aber was ist denn dann mit Oma Sigrid?? Ist die dann keine Oma mehr?" "Doch klar, die Oma bleibt deine Oma und von deinem Baby ist sie dann die Ur-Oma!" Großes Gelächter am ganzen Tisch, bis die Große dann meinte: "Ist ja auch klar, die sagt uns ja immer, wann wir los müssen, da muss man dann Uhr-Oma werden!"
Freitag, 6. Juli 2012
Es waren einmal....ruhige Freitagnachmittage
Früher waren meine Freitagnachmittage die ruhigsten der ganzen Woche. Freitags hab ich nämlich schon mittags Feierabend bzw. Wochenende. Das ist per se ja schomal toll!
Dazu kommt, dass ich dann auch nur ein Kind zu Hause habe, die Schule meint nämlich, Eltern arbeiten freitags nicht und bieten so die Betreuung nur bis einschließlich Donnerstag an.
Schon dies wird sich jetzt ändern, weil die mittlere Nachwuchsblondine schon in den Startlöchern steht, um nach den Ferien die Schule zu erobern...aber zurück zu meine Freitagnachmittagen.
Da die große Nachwuchsblondine es genießt, einige Stunden ohne ihre kleinen Schwestern zu sein un diese wiederum darauf pochen, bloß erst nach der Kaffeepause abgeholt zu werden, waren Freitagnachmittag die, wo man sich tatsächlich mal mit Kaffee und Buch aufs Sofa verziehen konnte, alternativ auch mal ein Ründchen Schlaf nachholen (in 9 Jahren baut sich einiges an Schlafmangel auf, das darf nur stückchenweise abgebaut werden, sonst würde man wahrscheinlich nie wieder aufwachen...).
All diese Ruhe und Beschaulichkeit änderte sich abrupt letzten Herbst, als der Kommunionunterricht der Erstgeborenen begann - der war dann immer freitags und damit der Nachmittag auch voll ausgeschöpft, da wir erst bis in die Kreisstadt fahren mussten, etc... All das ist jetzt vorbei, Madame ist Ende Mai zur Erstkommunion gegangen, meine Freitage könnten wieder beschaulich sein....aber irgendwie, wenn einmal der Wurm drin ist...irgendwas war immer die letzten Wochen und auch heute sieht es nicht gut aus.
Gut fing der Tag sowieso nicht, wachte ich doch mit mörderischen Kopfschmerzen auf. Diese wurden medikamentös niedergekämpft und so kam ich durch den Vormittag. Allerdings bin ich sowas von hundemüde, dass in meinem Kopf nur der eine Satz Platz hat: "Ich müsste jetzt ein Stündchen schlafen..." Ein Sofa kann so etwas verführerisches sein.....aber nein, das Schicksal hat etwas anderes vor. Anstatt mich darnieder zu legen, werde ich die zurückgekehrten Armeen des Kopfschmerzes mit einer kleinen bunten Pille erneut in die Schranken weisen, drei Kinder um mich scharen (davon allerdings nur zwei meine eigenen) und meinen Nachmittag in der Grundschule verbringen.
Die Grundschule hatte diese Woche Projektwoche und heute ist die unvermeidliche Präsentation. Selbstgemachte Kunstwerke wollen nicht nur bestaunt, sondern auch erworben werden (die selbstgemachten Aquarien der Großen stehen zum Verkauf und es liegt ja wohl auf der Hand, dass die Kinder die Eltern moralisch direkt verpflichtet haben, bloß das eigene auch zu kaufen!!!!) und damit die Eltern sich nicht nach der unvermeidbaren halben Stunde aus dem Staub machen, hat sich die Schule dieses Jahr etwas besonders perfides einfallen lassen: Parallel zur Präsentation der Projekte findet eine Spiel- und Sportveranstaltung auf dem Schulhof statt, bei dem die Schulkinder anweisend zu sein haben.....heißt, vor 17 Uhr kein Entkommen.
Naja, parallel werde ich die Chance nutzen, dem Demnächst-Schulkind sein demnächst-Klassenzimmer zu zeigen und so kann sie schon einen Blick auf ihre demnächst-Klassenlehrerin werden.....auf in den Kampf!
Dazu kommt, dass ich dann auch nur ein Kind zu Hause habe, die Schule meint nämlich, Eltern arbeiten freitags nicht und bieten so die Betreuung nur bis einschließlich Donnerstag an.
Schon dies wird sich jetzt ändern, weil die mittlere Nachwuchsblondine schon in den Startlöchern steht, um nach den Ferien die Schule zu erobern...aber zurück zu meine Freitagnachmittagen.
Da die große Nachwuchsblondine es genießt, einige Stunden ohne ihre kleinen Schwestern zu sein un diese wiederum darauf pochen, bloß erst nach der Kaffeepause abgeholt zu werden, waren Freitagnachmittag die, wo man sich tatsächlich mal mit Kaffee und Buch aufs Sofa verziehen konnte, alternativ auch mal ein Ründchen Schlaf nachholen (in 9 Jahren baut sich einiges an Schlafmangel auf, das darf nur stückchenweise abgebaut werden, sonst würde man wahrscheinlich nie wieder aufwachen...).
All diese Ruhe und Beschaulichkeit änderte sich abrupt letzten Herbst, als der Kommunionunterricht der Erstgeborenen begann - der war dann immer freitags und damit der Nachmittag auch voll ausgeschöpft, da wir erst bis in die Kreisstadt fahren mussten, etc... All das ist jetzt vorbei, Madame ist Ende Mai zur Erstkommunion gegangen, meine Freitage könnten wieder beschaulich sein....aber irgendwie, wenn einmal der Wurm drin ist...irgendwas war immer die letzten Wochen und auch heute sieht es nicht gut aus.
Gut fing der Tag sowieso nicht, wachte ich doch mit mörderischen Kopfschmerzen auf. Diese wurden medikamentös niedergekämpft und so kam ich durch den Vormittag. Allerdings bin ich sowas von hundemüde, dass in meinem Kopf nur der eine Satz Platz hat: "Ich müsste jetzt ein Stündchen schlafen..." Ein Sofa kann so etwas verführerisches sein.....aber nein, das Schicksal hat etwas anderes vor. Anstatt mich darnieder zu legen, werde ich die zurückgekehrten Armeen des Kopfschmerzes mit einer kleinen bunten Pille erneut in die Schranken weisen, drei Kinder um mich scharen (davon allerdings nur zwei meine eigenen) und meinen Nachmittag in der Grundschule verbringen.
Die Grundschule hatte diese Woche Projektwoche und heute ist die unvermeidliche Präsentation. Selbstgemachte Kunstwerke wollen nicht nur bestaunt, sondern auch erworben werden (die selbstgemachten Aquarien der Großen stehen zum Verkauf und es liegt ja wohl auf der Hand, dass die Kinder die Eltern moralisch direkt verpflichtet haben, bloß das eigene auch zu kaufen!!!!) und damit die Eltern sich nicht nach der unvermeidbaren halben Stunde aus dem Staub machen, hat sich die Schule dieses Jahr etwas besonders perfides einfallen lassen: Parallel zur Präsentation der Projekte findet eine Spiel- und Sportveranstaltung auf dem Schulhof statt, bei dem die Schulkinder anweisend zu sein haben.....heißt, vor 17 Uhr kein Entkommen.
Naja, parallel werde ich die Chance nutzen, dem Demnächst-Schulkind sein demnächst-Klassenzimmer zu zeigen und so kann sie schon einen Blick auf ihre demnächst-Klassenlehrerin werden.....auf in den Kampf!
Freitag, 15. Juni 2012
Auf dem Abstellgleis
Die Miniblondine mit ihren 3 Jahren, weiß genau, wo es im Leben lang geht. "Mama, der Papa ist mein Prinz!" strahlt sie. Soll sie es genießen, solang es dauert, denke ich....aber damit nicht genug: "Wenn ich groß bin, dann heirate ich den Papa, weil der mein Prinz ist!" "Ja, hm, der Papa ist aber doch schon mit mir verheiratet" wage ich einzuwenden.
"Mama, man kann nur einen heiraten" Der Maus kann man nichts vormachen. "Genau Schatz!" Gibt ja bestimmt noch mehr Prinzen auf der Welt, da wird sich auch einer für sie finden, oder? Falsch gedacht!
"Du musst dir dann einen neuen Mann suchen!" An Selbstbewußtsein und anscheinend auch langfristiger Planung mangelt es ihr anscheinend nicht. Aber sie ist nicht herzlos und denkt auch an ihre Mitmenschen: "Wenn du keinen anderen Mann findest, dann hilft dir der Papa dabei!" Damit war das Thema für sie erschöpfend erörtert...
Auch unsere mittlere Nachwuchsblondine hat ihre Zukunft schon geplant! Nachdem sie sich monatelang mit einem gleichaltrigen Jungen ihrer Kindergartengruppe einig war, dass sie beide heiraten, hat sie ihm jetzt den Laufpass gegeben! Sie wolle lieber "alleinstehend" (O-Ton Anna!!) bleiben, denn wenn man heiratet, bekommt man irgendwann Kinder und darauf hätte sie dann keine Lust! Ich habe es dabei bewenden lassen, 6 Jahre fand ich für eine tiefgründige Erörterung von Verhütungsmethoden dann doch zu jung....
Zumindest von der großen Nachwuchsblondine dürfen wir Enkel erwarten! Die bekommt nämlich mindestens drei Kinder und weil sie ihre Zeit für sich und ihren Mann und zum Einkaufen braucht, müssen ihre Kinder dann bei uns wohnen - na Prost Mahlzeit!
"Mama, man kann nur einen heiraten" Der Maus kann man nichts vormachen. "Genau Schatz!" Gibt ja bestimmt noch mehr Prinzen auf der Welt, da wird sich auch einer für sie finden, oder? Falsch gedacht!
"Du musst dir dann einen neuen Mann suchen!" An Selbstbewußtsein und anscheinend auch langfristiger Planung mangelt es ihr anscheinend nicht. Aber sie ist nicht herzlos und denkt auch an ihre Mitmenschen: "Wenn du keinen anderen Mann findest, dann hilft dir der Papa dabei!" Damit war das Thema für sie erschöpfend erörtert...
Auch unsere mittlere Nachwuchsblondine hat ihre Zukunft schon geplant! Nachdem sie sich monatelang mit einem gleichaltrigen Jungen ihrer Kindergartengruppe einig war, dass sie beide heiraten, hat sie ihm jetzt den Laufpass gegeben! Sie wolle lieber "alleinstehend" (O-Ton Anna!!) bleiben, denn wenn man heiratet, bekommt man irgendwann Kinder und darauf hätte sie dann keine Lust! Ich habe es dabei bewenden lassen, 6 Jahre fand ich für eine tiefgründige Erörterung von Verhütungsmethoden dann doch zu jung....
Zumindest von der großen Nachwuchsblondine dürfen wir Enkel erwarten! Die bekommt nämlich mindestens drei Kinder und weil sie ihre Zeit für sich und ihren Mann und zum Einkaufen braucht, müssen ihre Kinder dann bei uns wohnen - na Prost Mahlzeit!
Mittwoch, 13. Juni 2012
Warten auf den Sommer
Bücher haben Widmungen, wieso also nicht auch Blogeinträge? Dieses Posting widme ich Magda, die sich bitter über die Leere hier im Blog beschwert hat und auch Zeitmangel und aktuell Gipsarm nicht gelten lässt - Magda, du siehst, ich tue mein Bestes!
Wir warten alle sehnsüchtig auf die Sommerferien, die dieses Jahr hier in Niedersachsen leider erst Ende Juli beginnen - etwas mehr als 5 Wochen noch.
Damit endet nicht nur (endlich) das dritte Schuljahr der großen Nachwuchsblondine, sondern auch die Kindergartenzeit der mittleren, von ihr sehnsüchtig erwartet. Da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, hoffe ich aktuell, dass dieses kommende Schilkind auch nach der Einschulung noch gern in die Schule geht - wäre doch eine nette Abwechslung...
Nachdem zwei von drei Nachwuchsblondinen nacheinander die Windpocken hatten, bereits zum zweiten Mal, läuft aktuell die Meutenmama mit Gips rum, natürlich rechts, muss sich ja lohnen... Gebrochen habe ich mir Gott sei Dank nichts, dafür eine Nervenentzündung, oder wie Anna im Kindergarten verkündete: "Die Mama hat Nerven!"
Aus diesem Grund muss die Meute zur Zeit auf den gewohnten Nachmittags-Shuttleservice verzichten und wir laufen gemeinschaftlich nach Hause.
Da Anna nicht wirklich geduldig ist und vom Forscherdrang ihrer jüngeren Schwester, der das Tempo deutlich bremst, genervt und außerdem recht selbständig, lässt sie sich meist den Schlüssel aushändigen und geht schon vor - bisher immer problemlos.
Heute also marschiert sie auch vor, ich sehe sie ca. 200 Meter weiter einige Worte mit dem GaLa-Bauer wechseln, der zwischen seinem Auto und dem Garten hin und her springt. Dann geht sie weiter. Als wir auf Höhe des GaLa-Bauers ankommen, fragt der, ob das meine Tochter gewesen sei, was ich schlecht verneinen kann. Hach, das sei ja ein ausgesprochen höfliches Kind, da gäbe es nix! Das freut das Mutterherz!! Nachfragen zu Hause haben ergeben, dass sie gefragt hat, ob sie da durch gehen dürfe.
Der Weg führt den größten Teil eine schnurgerade Straße entlang, sodass wir Anna auch auf weitere Entfernung gut im Blick haben. Selbiger verdunkelt sich meinerseits, als ich sehe, wie sie sich mit einer Frau unterhält - das Kind weiß doch, dass sie nicht mit Fremden reden soll!! Unruhe macht sich breit, als sich die Frau, die vorher an einer Mauer gelehnt stand, sich mit Anna zusammen in Bewegung setzt. Da die Miniblondine den Ernst der Lage nicht übersehen kann und sich entsprechend weigert, das Tempo anzuziehen, flitzt Becky vor, um ihre Schwester zum Anhalten zu bewegen. An der nächsten Querstraße muss Anna abbiegen, was sie auch tut, während die andere Frau weiter geradeaus geht.
Als Caro und ich dann endlich auch um besagte Kurve kommen, hören wir schon von Weitem, wie Rebecca ihrer jüngeren Schwester die Leviten liest: "...und was hättest du denn gemacht, wenn die Frau einfach deine Hand genommen und die mitgezerrt hätte?! Hast du vergessen, wie das in dem Buch "Ich kenn dich nicht, ich geh nicht mit" war? So etwas will ich nicht nochmal erleben, das nächste Mal denkst du vorher nach!"
Was war ich stolz auf sie!
Wir warten alle sehnsüchtig auf die Sommerferien, die dieses Jahr hier in Niedersachsen leider erst Ende Juli beginnen - etwas mehr als 5 Wochen noch.
Damit endet nicht nur (endlich) das dritte Schuljahr der großen Nachwuchsblondine, sondern auch die Kindergartenzeit der mittleren, von ihr sehnsüchtig erwartet. Da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, hoffe ich aktuell, dass dieses kommende Schilkind auch nach der Einschulung noch gern in die Schule geht - wäre doch eine nette Abwechslung...
Nachdem zwei von drei Nachwuchsblondinen nacheinander die Windpocken hatten, bereits zum zweiten Mal, läuft aktuell die Meutenmama mit Gips rum, natürlich rechts, muss sich ja lohnen... Gebrochen habe ich mir Gott sei Dank nichts, dafür eine Nervenentzündung, oder wie Anna im Kindergarten verkündete: "Die Mama hat Nerven!"
Aus diesem Grund muss die Meute zur Zeit auf den gewohnten Nachmittags-Shuttleservice verzichten und wir laufen gemeinschaftlich nach Hause.
Da Anna nicht wirklich geduldig ist und vom Forscherdrang ihrer jüngeren Schwester, der das Tempo deutlich bremst, genervt und außerdem recht selbständig, lässt sie sich meist den Schlüssel aushändigen und geht schon vor - bisher immer problemlos.
Heute also marschiert sie auch vor, ich sehe sie ca. 200 Meter weiter einige Worte mit dem GaLa-Bauer wechseln, der zwischen seinem Auto und dem Garten hin und her springt. Dann geht sie weiter. Als wir auf Höhe des GaLa-Bauers ankommen, fragt der, ob das meine Tochter gewesen sei, was ich schlecht verneinen kann. Hach, das sei ja ein ausgesprochen höfliches Kind, da gäbe es nix! Das freut das Mutterherz!! Nachfragen zu Hause haben ergeben, dass sie gefragt hat, ob sie da durch gehen dürfe.
Der Weg führt den größten Teil eine schnurgerade Straße entlang, sodass wir Anna auch auf weitere Entfernung gut im Blick haben. Selbiger verdunkelt sich meinerseits, als ich sehe, wie sie sich mit einer Frau unterhält - das Kind weiß doch, dass sie nicht mit Fremden reden soll!! Unruhe macht sich breit, als sich die Frau, die vorher an einer Mauer gelehnt stand, sich mit Anna zusammen in Bewegung setzt. Da die Miniblondine den Ernst der Lage nicht übersehen kann und sich entsprechend weigert, das Tempo anzuziehen, flitzt Becky vor, um ihre Schwester zum Anhalten zu bewegen. An der nächsten Querstraße muss Anna abbiegen, was sie auch tut, während die andere Frau weiter geradeaus geht.
Als Caro und ich dann endlich auch um besagte Kurve kommen, hören wir schon von Weitem, wie Rebecca ihrer jüngeren Schwester die Leviten liest: "...und was hättest du denn gemacht, wenn die Frau einfach deine Hand genommen und die mitgezerrt hätte?! Hast du vergessen, wie das in dem Buch "Ich kenn dich nicht, ich geh nicht mit" war? So etwas will ich nicht nochmal erleben, das nächste Mal denkst du vorher nach!"
Was war ich stolz auf sie!
Dienstag, 14. Februar 2012
Ein Tag im Leben....
Schon mehrfach wurde ich gebeten, doch einmal einen typischen Tagesablauf bei uns zu beschreiben. Das würde ich gern tun, wenn es denn so etwas gäbe.....da immer irgendwas Ungeplantes oder Unerwartetes dazwischen kommt, gibt es den "typischen Tagesablauf" nur in der Theorie - aber als simples Beispiel mag der heutige Tag gelten:
Dieser ist von vornherein schon nicht normal, da sich der Nachwuchsblondinenvater, der sonst zwischen 6 und mindestens 19 Uhr nicht anwesend ist, zu Hause befindet, da ihn ein Bänderriss daran hindert, zur Arbeit zu kommen....
Mein Wecker klingelt gegen 5 Uhr bzw. Hitradio Antenne tönt aus dem Radio (für mein Empfinden ist Herr Schollmeier morgens einfach ZU gut gelaunt....) - dann brauche ich erst einmal Kaffee!! Vor dem ersten Becher Kaffee sollte man es tunlichst vermeiden, mich anzusprechen, das könnte sonst tödlich enden! Da mein mir Angetrauter mich schon einige Jahre kennt und sich der brisanten Situation bewusst ist, sorgt er normalerweise für den morgendlichen Koffeinschub. Danach versuche ich irgendwie wach zu werden und das möglichst, bevor der Nachwuchs auf den Beinen ist! Die Nachwuchsblondinen haben die mir völlig fremde Eigenschaft, in der Sekunde, in der sie die Augen aufschlagen, hellwach und exrem mitteilungsbedürftig zu sein - ein Graus!
Nach dem Besuch des Badezimmers muss neben dem Frühstück auch gewährleistet werden, dass der Nachwuchs in der jeweiligen Verwahranstalt nicht Hungers leiden muss. Die Katzen und Fische wollen auch versorgt werden und idealerweise denke ich auch daran, mir selbst etwas zu essen mitzunehmen. Außerdem müssen diverse Spielzeugtage im Kindergarten, Dienstage wo Zeichenblöcke mit in die Schule müssen, Elternzettel, die unterschrieben abgegeben werden sollen, etc berücksichtigt werden.
Zu dem Zeitpunkt ist es ca. 6:30 Uhr und damit Zeit, die Meute zu wecken, so sie noch nicht allein wach wurde. Nachwuchsblondine 1 muffelt zwar, ist aber innerhalb kürzester Zeit angezogen und unten am Frühstücken - allerdings ist sie da auch die Einzige. Die mittlere Nachwuchsblondine meckert und mault und trödelt und macht und tut und braucht um einiges länger, bis sie unten erscheint, sodass man sie auch noch antreiben muss, endlich zu essen, damit sie nicht mit leerem Magen aus dem Haus geht. Die Miniblondine (mal wieder zu wenig geschlafen, siehe Abend) meckert, mault, heult, veranstaltet ein Riesenzinober und wehrt sich mit Händen und Füßen, angezogen zu werden und nein, sie wolle sowieso nicht in den Kindergarten!!! Hat man auch sie bis ins Erdgeschoss geschleift und mit Frühstück versorgt, gilt es, letzte Erledigungen zu tun, wie Spülmaschine oder Waschmaschine anstellen.
Um 7:15 Uhr verlassen wir (im Idealfall!!!), das Haus - ja es kann problemlos 10 Minuten dauern, bis drei Blondinen abfahrbereit angeschnallt im Auto sitzen, weil es sich doch so prima Ankeifen und Anzicken lässt im Auto (wir scheinen alle irgendwie keine Morgenmenschen zu sein.....). Wenn alle Kinder in Schule oder Kindergarten verstaut sind, fährt die Mama auch zur Arbeit - und ist eigentlich schon das erste Mal fertig....aber wozu gibt es Kaffee???
Heute musste ich dann in meiner Frühstückspause meinen Göttergatten zum Arzt fahren - Kontrolle des lädierten Fußes. Hätten wir es mal gelassen....der Arzt meinte, er müsse damit rechnen, noch mindestens zwei Wochen zu Hause zu bleiben...................
Göttergatten wieder nach Hause geschafft und zurück zur Arbeit.
Nach Feierabend um 16 Uhr die älteste Nachwuchsblondine an der Schule eingesammelt (aus mir vollkommen unverständlichen Gründen weigert sie sich partout, allein nach Hause zu gehen......außer freitags, da ist das kein Thema...verstehe, wer will) - mit Tochter nach Hause fahren, Hausaufgabenheft begutachten und feststellen, ob alle Hausaufgaben erledigt sind, was im Unterricht gemacht wurde, ob aktiver Handlungsbedarf meinerseits besteht? Ja, heute schon, Faschingsgedicht will gelernt werden und Tochter muss vorlesen - zur Kontrolle des Vorlesens gibt es einen Zettel mit eine Lesehaus - das Haus ist in einzelne Kästchen unterteilt und immer, wenn sie jemandem vorgelesen hat, soll derjenige es durch seine Unterschrift in einem der Kästchen bestätigten - es sind schätzungsweise 20 Kästchen in dem Haus, der Zettel weilte locker zwei Wochen in der Schule unterm Tisch und nachdem Tochter festgestellt hat, dass ihre Klassenkameraden sich der Vollendung des Hauses nähern, hat sie es dann doch für notwendig befunden, ihres auch mit nach Hause zu bringen.........okay, muss bis später warten......ich muss noch dringend einkaufen, bevor ich die Kindergartenkinder hole.
Also Nachwuchsblondine in der Obhut des Papas gelassen oder andersherum, wer weiß das schon so genau, den Supermarkt geentert und dann nacheinander die Kindergartenkinder eingesammelt: natürlich kam ich zum denkbar ungünstigsten Zeitpung (das ist immer!! so) - ich wollte noch, ich will noch, ich hab noch nicht....kannst du nicht später kommen????????
Nein, also ab nach Hause - es ist 17 Uhr.
Tochter Nr. 1 hat in der Zwischenzeit dem Papa was vorgelesen und die erste Unterschrift gesammelt und bestürmt mich jetzt - nee, ich muss erstmal die Einkäufe ausräumen! Dazwischen klingelt das Telefon und Nachwuchsblondine Nr. 2 versucht, heimlich die frisch eingekauften Schokovorräte zu schmälern.........
.....Gedicht lernen!! Zwanzig Minuten mit Blondine Nr. 1 und ihrem Faschingsgedicht verbracht, Wuttränen getrocknet, Geduld aufgerichtet, sie anschließend was vorlesen lassen und durch Unterschrift bestätigt und sie für weiteres Vorlesen an ihre Schwester verwiesen, die kann schon ihren Namen schreiben und entsprechend darf sie auch unterschreiben.
Kinder mit Zwischennahrung versorgt - die halbe Stunde bis zum Abendessen würde man sonst nicht durchhalten, die Damen sind am Verhungern.
Mit Tochter 1 den Ranzen für den nächsten Tag gepackt, volle Hefte gegen leere ausgetauscht, verlorene Lineale gesucht, etc.
Während ich dies hier schreibe war ich mit der Miniblondine zweimal haarscharf im letzten Moment zur Toilette (rechtzeitig gehen könnte ja jeder) und habe den Backofen fürs Abendessen vorbereitet -- nach dem Abendesse wird das übliche Abendritual losgehen, irgendwann werden alle Nachwuchsblondinen geputzte Zähne haben und Schlafanzüge tragen, die Miniblondine wird dennoch nicht schlafen wollen, weil sie (entgegen ausdrücklicher Anordnung an die Erzieherinnen!!!!) mittags geschlafen hat und uns so bis ca. 22 Uhr Gesellschaft leisten und auch dann erst schlafen, wenn die Mama auch ins Bett geht und ja nicht mehr lesen kann, weil das Kind nur einschläft, wenn das Licht aus ist.....so Abendessen ist fertig, ich bin weg...
Ach ja, das war heute einer der stressfreieren Tage, weil nach Feierabend keine Termine anstanden......
Dieser ist von vornherein schon nicht normal, da sich der Nachwuchsblondinenvater, der sonst zwischen 6 und mindestens 19 Uhr nicht anwesend ist, zu Hause befindet, da ihn ein Bänderriss daran hindert, zur Arbeit zu kommen....
Mein Wecker klingelt gegen 5 Uhr bzw. Hitradio Antenne tönt aus dem Radio (für mein Empfinden ist Herr Schollmeier morgens einfach ZU gut gelaunt....) - dann brauche ich erst einmal Kaffee!! Vor dem ersten Becher Kaffee sollte man es tunlichst vermeiden, mich anzusprechen, das könnte sonst tödlich enden! Da mein mir Angetrauter mich schon einige Jahre kennt und sich der brisanten Situation bewusst ist, sorgt er normalerweise für den morgendlichen Koffeinschub. Danach versuche ich irgendwie wach zu werden und das möglichst, bevor der Nachwuchs auf den Beinen ist! Die Nachwuchsblondinen haben die mir völlig fremde Eigenschaft, in der Sekunde, in der sie die Augen aufschlagen, hellwach und exrem mitteilungsbedürftig zu sein - ein Graus!
Nach dem Besuch des Badezimmers muss neben dem Frühstück auch gewährleistet werden, dass der Nachwuchs in der jeweiligen Verwahranstalt nicht Hungers leiden muss. Die Katzen und Fische wollen auch versorgt werden und idealerweise denke ich auch daran, mir selbst etwas zu essen mitzunehmen. Außerdem müssen diverse Spielzeugtage im Kindergarten, Dienstage wo Zeichenblöcke mit in die Schule müssen, Elternzettel, die unterschrieben abgegeben werden sollen, etc berücksichtigt werden.
Zu dem Zeitpunkt ist es ca. 6:30 Uhr und damit Zeit, die Meute zu wecken, so sie noch nicht allein wach wurde. Nachwuchsblondine 1 muffelt zwar, ist aber innerhalb kürzester Zeit angezogen und unten am Frühstücken - allerdings ist sie da auch die Einzige. Die mittlere Nachwuchsblondine meckert und mault und trödelt und macht und tut und braucht um einiges länger, bis sie unten erscheint, sodass man sie auch noch antreiben muss, endlich zu essen, damit sie nicht mit leerem Magen aus dem Haus geht. Die Miniblondine (mal wieder zu wenig geschlafen, siehe Abend) meckert, mault, heult, veranstaltet ein Riesenzinober und wehrt sich mit Händen und Füßen, angezogen zu werden und nein, sie wolle sowieso nicht in den Kindergarten!!! Hat man auch sie bis ins Erdgeschoss geschleift und mit Frühstück versorgt, gilt es, letzte Erledigungen zu tun, wie Spülmaschine oder Waschmaschine anstellen.
Um 7:15 Uhr verlassen wir (im Idealfall!!!), das Haus - ja es kann problemlos 10 Minuten dauern, bis drei Blondinen abfahrbereit angeschnallt im Auto sitzen, weil es sich doch so prima Ankeifen und Anzicken lässt im Auto (wir scheinen alle irgendwie keine Morgenmenschen zu sein.....). Wenn alle Kinder in Schule oder Kindergarten verstaut sind, fährt die Mama auch zur Arbeit - und ist eigentlich schon das erste Mal fertig....aber wozu gibt es Kaffee???
Heute musste ich dann in meiner Frühstückspause meinen Göttergatten zum Arzt fahren - Kontrolle des lädierten Fußes. Hätten wir es mal gelassen....der Arzt meinte, er müsse damit rechnen, noch mindestens zwei Wochen zu Hause zu bleiben...................
Göttergatten wieder nach Hause geschafft und zurück zur Arbeit.
Nach Feierabend um 16 Uhr die älteste Nachwuchsblondine an der Schule eingesammelt (aus mir vollkommen unverständlichen Gründen weigert sie sich partout, allein nach Hause zu gehen......außer freitags, da ist das kein Thema...verstehe, wer will) - mit Tochter nach Hause fahren, Hausaufgabenheft begutachten und feststellen, ob alle Hausaufgaben erledigt sind, was im Unterricht gemacht wurde, ob aktiver Handlungsbedarf meinerseits besteht? Ja, heute schon, Faschingsgedicht will gelernt werden und Tochter muss vorlesen - zur Kontrolle des Vorlesens gibt es einen Zettel mit eine Lesehaus - das Haus ist in einzelne Kästchen unterteilt und immer, wenn sie jemandem vorgelesen hat, soll derjenige es durch seine Unterschrift in einem der Kästchen bestätigten - es sind schätzungsweise 20 Kästchen in dem Haus, der Zettel weilte locker zwei Wochen in der Schule unterm Tisch und nachdem Tochter festgestellt hat, dass ihre Klassenkameraden sich der Vollendung des Hauses nähern, hat sie es dann doch für notwendig befunden, ihres auch mit nach Hause zu bringen.........okay, muss bis später warten......ich muss noch dringend einkaufen, bevor ich die Kindergartenkinder hole.
Also Nachwuchsblondine in der Obhut des Papas gelassen oder andersherum, wer weiß das schon so genau, den Supermarkt geentert und dann nacheinander die Kindergartenkinder eingesammelt: natürlich kam ich zum denkbar ungünstigsten Zeitpung (das ist immer!! so) - ich wollte noch, ich will noch, ich hab noch nicht....kannst du nicht später kommen????????
Nein, also ab nach Hause - es ist 17 Uhr.
Tochter Nr. 1 hat in der Zwischenzeit dem Papa was vorgelesen und die erste Unterschrift gesammelt und bestürmt mich jetzt - nee, ich muss erstmal die Einkäufe ausräumen! Dazwischen klingelt das Telefon und Nachwuchsblondine Nr. 2 versucht, heimlich die frisch eingekauften Schokovorräte zu schmälern.........
.....Gedicht lernen!! Zwanzig Minuten mit Blondine Nr. 1 und ihrem Faschingsgedicht verbracht, Wuttränen getrocknet, Geduld aufgerichtet, sie anschließend was vorlesen lassen und durch Unterschrift bestätigt und sie für weiteres Vorlesen an ihre Schwester verwiesen, die kann schon ihren Namen schreiben und entsprechend darf sie auch unterschreiben.
Kinder mit Zwischennahrung versorgt - die halbe Stunde bis zum Abendessen würde man sonst nicht durchhalten, die Damen sind am Verhungern.
Mit Tochter 1 den Ranzen für den nächsten Tag gepackt, volle Hefte gegen leere ausgetauscht, verlorene Lineale gesucht, etc.
Während ich dies hier schreibe war ich mit der Miniblondine zweimal haarscharf im letzten Moment zur Toilette (rechtzeitig gehen könnte ja jeder) und habe den Backofen fürs Abendessen vorbereitet -- nach dem Abendesse wird das übliche Abendritual losgehen, irgendwann werden alle Nachwuchsblondinen geputzte Zähne haben und Schlafanzüge tragen, die Miniblondine wird dennoch nicht schlafen wollen, weil sie (entgegen ausdrücklicher Anordnung an die Erzieherinnen!!!!) mittags geschlafen hat und uns so bis ca. 22 Uhr Gesellschaft leisten und auch dann erst schlafen, wenn die Mama auch ins Bett geht und ja nicht mehr lesen kann, weil das Kind nur einschläft, wenn das Licht aus ist.....so Abendessen ist fertig, ich bin weg...
Ach ja, das war heute einer der stressfreieren Tage, weil nach Feierabend keine Termine anstanden......
Montag, 13. Februar 2012
Vereinfachung von Abläufen
Jetzt ist es wieder soweit - vor zwei Wochen gab es Halbjahreszeugnisse, jetzt steht der nächste Elternsprechtag an. Als Schüler fand ich die irgendwie entspannender als heutzutage, wo die Lehrer von mir ein Patentrezept zum Umgang mit meiner schulpflichtigen Nachwuchsblondine erwarten...naiv, wie ich bin, hatte ich ja geglaubt, die Lehrer seien die pädagogischen Fachkräfte...die letzten dreieinhalb Jahre haben mich da eines Besseren belehrt - alles, was nicht dem Durchschnitt entspricht, ist nicht Teil der Lehrerausbildung und so muss ein Lehrer sich damit auch nicht befassen - habt ihr schonmal EIN Kind erlebt, das dem Durchschnitt entspricht?? Wenn ja, glückliches Kind, allein für dieses werden alle Lehrer in Deutschland ausgebildet. Wobei es wohl seit einigen Jahren Weiterbildungen für die Lehrerschaft gibt - in Bezug auf AD(H)S, Dyskalkulie, LRS, etc - alles andere ist wohl nebensächlich...aber zurück zum anstehenden Elternsprechtag....
Früher, so zu meiner Schulzeit und wenn ich mich recht erinnere auch noch zur Schulzeit meiner jüngsten Geschwister, die erst einige Jahre zurückliegt oder, wenn jemand Glück hat, ist es bei ihm noch heute so, vergaben die Lehrer die Termine für den Elternsprechtag. Maximal wurde abgefragt, in welchem Zeitraum die Eltern Zeit hatten, wegen etwaiger Berufstätigkeit, etc (bei uns war es auch usus, dass mein Vater zum Elternsprechtag ging....damals sah man viele Väter dort.....in den drei Jahren Grundschulzeit meiner Tochter ist mir noch kein Vater beim Elternsprechtag begegnet....) und dann bekam man einen Uhrzeit vorgegeben und gut war.
Heute soll alles effizienter werden, Abläufe "vereinfacht" und Lehrer entlastet werden - das äußert sich dann wohl in der aktuellen Situation hier: Heute morgen um halb acht - also in gut einer halben Stunde - werden sich alle Eltern aller Grundschulkinder des Ortes und der Dörfer umzu in der Aula der Grundschule tummeln, sich um Stellwände scharen, an denen pro Lehrer ein Zettel mit Uhrzeiten ausgehängt ist und jeder wird versuchen, zuerst zu dem Lehrerzettel vorzudringen, der für ihn wichtig ist, um die Uhrzeit zu ergattern, wo es für ihn/sie am günstigsten ist. Das ist so ähnlich wie Winterschlussverkauf bei H&M, ein paar niedergetrampelte, weil nicht genug ellbogengestählte, Eltern? Kollateralschäden muss man in Kaufe nehmen.....das heißt dann "Vereinfachung"....auf in die Schlacht...
Früher, so zu meiner Schulzeit und wenn ich mich recht erinnere auch noch zur Schulzeit meiner jüngsten Geschwister, die erst einige Jahre zurückliegt oder, wenn jemand Glück hat, ist es bei ihm noch heute so, vergaben die Lehrer die Termine für den Elternsprechtag. Maximal wurde abgefragt, in welchem Zeitraum die Eltern Zeit hatten, wegen etwaiger Berufstätigkeit, etc (bei uns war es auch usus, dass mein Vater zum Elternsprechtag ging....damals sah man viele Väter dort.....in den drei Jahren Grundschulzeit meiner Tochter ist mir noch kein Vater beim Elternsprechtag begegnet....) und dann bekam man einen Uhrzeit vorgegeben und gut war.
Heute soll alles effizienter werden, Abläufe "vereinfacht" und Lehrer entlastet werden - das äußert sich dann wohl in der aktuellen Situation hier: Heute morgen um halb acht - also in gut einer halben Stunde - werden sich alle Eltern aller Grundschulkinder des Ortes und der Dörfer umzu in der Aula der Grundschule tummeln, sich um Stellwände scharen, an denen pro Lehrer ein Zettel mit Uhrzeiten ausgehängt ist und jeder wird versuchen, zuerst zu dem Lehrerzettel vorzudringen, der für ihn wichtig ist, um die Uhrzeit zu ergattern, wo es für ihn/sie am günstigsten ist. Das ist so ähnlich wie Winterschlussverkauf bei H&M, ein paar niedergetrampelte, weil nicht genug ellbogengestählte, Eltern? Kollateralschäden muss man in Kaufe nehmen.....das heißt dann "Vereinfachung"....auf in die Schlacht...
Freitag, 20. Januar 2012
Das geschriebene Wort
Ich lese gern!! Ich kann daran auch nichts verwerflich finden...böse Zungen behaupten, ich sei süchtig (Ja genau!!! EUCH meine ich!!) Quatsch, ich bin natürlich überhaupt nicht büchersüchtig.....es gibt sogar einen Test dafür (was man nicht alles testen kann), also schauen wir einmal nach:
Du erkennst, dass Du büchersüchtig bist, wenn:
1. Du Deinen eigenen deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon hast.
Schon einmal ein Punkt für mich!! Hab ich definitiv nicht - wer kann sich bei den vielen tollen Büchern, die dauernd auf dem Markt erscheinen schon alle neu leisten?? Nein nein, ich kaufe gern gebrauchte Bücher!
2. Deine Kreditkartenabrechnungen per Büchersendung verschickt werden.
Auch nicht -puh!!
3. Du erst eine Buchserie komplett kaufst, und Du Dich noch bevor Du überhaupt den ersten Teil gelesen hast, auf Teil 4 freust.
Hm, tja - also so pauschal kann man das nicht sagen!! Immerhin lese ich auch Buchreihen, die noch gar nicht fertig geschrieben sind, da kann ich ja nicht erst abwarten, wieviele da noch kommen! Aber ja, ich freue mich schon sehr, wenn ich den ersten Teil einer Reihe lese und merke, sie gefällt mir gut und ich weiß, darauf folgen noch mehrere Bänder - ist doch verständlich, oder????
4. Du das Jahr nicht in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, sondern Frühjahrsneuerscheinungen und Herbstneuerscheinungen einteilst.
tja, hm......kann ich die Antwort verweigern???? Ich nehm den Telefonjoker!!
5. Du mehr Lieferauskünfte Deines Online-Buchhändlers als Spam-Mails zugeschickt bekommst.
DAS liegt ja nur daran, dass ich sehr wenig Spam-Mails bekomme...
6. Du Deine Buchhandlung danach auswählst, wie weit es zum nächsten Parkhaus ist, damit Du nicht so weit und so schwer tragen musst.
Glück gehabt - nein, das trifft schonmal gar nicht zu...ich wohne hier auf dem norddeutschen Land, die einzige Buchhandlung vor Ort vertreibt mehr Ansichtskarten als Bücher und dank Arbeit und dreier Nachwuchsblondinen besteht höchst selten die Möglichkeit, eine richtige Buchhandlung von innen zu sehen (ich liebe das Internet!) und wenn es dann doch mal so kommt: da bin ich dann nicht mehr wählerisch.
7. Dein SUB (Stapel ungelesener Bücher) in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa ähnelt.
Gesetzt den Fall, ich würde ihn aufeinander stapeln, tja, öhm......ich fürchte, leugnen zwecklos. Aber ich würde natürlich nie meine Bücher derart gefährden, die stehen brav im Regal!
8. Du Dich im im Mai ärgerst, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist.
Nein nein, mein Online-Buchhändler ist da auf Zack - da kann ich gaaaanz früh vorbestellen!!
9. Du Dir die Namen der Familienmitglieder Deiner Serienhelden besser merken kannst, als die Deiner eigenen Verwandschaft.
Na jaaaa, ich hab halt eine ziemlich große Verwandtschaft!
10. Dein Postbote Dich hasst.
Okay, da muss ich ehrlich sein!! Ich glaube, das tut er wirklich
11. Deine Familie Dich ohne Buch vor dem Gesicht gar nicht mehr erkennt.
Fotos erhöhen den Wiedererkennungswert, man muss sie nur strategisch günstig in der Wohnung verteilen
12. Du Dich über ein schlechtes TV-Programm und somit mehr Lesezeit freust.
Wann bitte ist das Fernsehprogramm mal nicht schlecht?? Außerdem bin ich multi-tasking-fähig, ich kann lesen und parallel fernsehen.
13. Du Dich bei eBay im Eifer des Gefechts selbst überbietest.
Das verhindert ja schon allein die Technik dort!
14. Die Leihbücherei Deines Heimatortes nur aufgrund deiner Buchspenden existieren kann.
Nein, die haben einen eigenen Förderverein, der sie bestens ausstattet!
15. Du alle Wochenenden im Baumarkt verbringst, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen!
Ich bin einfach gleich in ein Haus mit großen Bücherregalen gezogen - die Baumarktzeit würde ja von der Lesezeit abgehen, das geht mal gar nicht
16. Dein Puls auf 180 steigt, sobald Dein SUB auf unter 5 sinkt.
okay, okay - Punkt für den Test
17. Dich alle im Ort nur „Der Schrecken der Flohmärkte“ nennen.
.....neeeeeiiiinnnn, bestimmt nicht
18. Dein Vermieter Dir kündigt, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.
Puh, der Vermieter hat das Haus sehr solide gebaut!!
19. Du an Sonn- und Feiertagen entweder online bestellst oder an den Hauptbahnhof gehst, um dir Suchtstoff zu beschaffen!
Hauptbahnhof haben wir nicht....unser Bahnhof hat nur nen Fahrkartenautomaten...
20. Du in den Urlaub fährst und die Klamotten im Handgepäck hast und der Koffer ist voller Bücher.
Hoch menno! Das sind aber auch gemeine Fragen...
21. Du Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien versiehst, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.
Nein, so penibel bin ich nicht (außerdem bekanntermaßen motorisch inkompetent, sodass unter der Folie lauter Luftblasen wären, was mich viel mehr stören würde...)
22. Du bereits Freundschaften gekündigt hast, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.
Ja das macht man aber doch auch nicht!!!!!!!
23. Du heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern riechst und Dich dabei verstohlen umsiehst.
Wisst ihr eigentlich wie gut neue Bücher riechen?????
24. Du Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig hältst.
Ja wenn ich schon vorher weiß, wer der Mörder ist, brauch ich doch das Buch auch nicht mehr zu lesen, oder???
25. Jedes Buch behältst, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst.
Wer kauft denn schon Bücher, die einem nicht gefallen?? Nein nein, das Buch, das mir wirklich nicht gefallen hat, steht auch nicht mehr in meinem Regal (der Platz ist ja auch begrenzt)
26. Du das Gefühl hast, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast.
Ja aber das geht doch wohl jedem so!!!
27. Du niemals das Haus ohne Buch verlässt.
ja, das kann ich nicht bestreiten
28. Du Dich über Bücher ärgerst, die Dir nicht gefallen, Du sie aber trotzdem zuende liest.
öhm tja, nein!!!! "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" fand ich so grottig, dass ich es NICHT zuende gelesen habe
29. Du Grundsätzlich für jedes Buch ein neues Lesezeichen verwendest.
Nein
30. Du anstatt vor das Aquarium vor Dein Bücherregal sitzt.
Ja das könnte durchaus passieren.....
31. Du als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern hegst.
Ja!!!!!!
32. Du beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext liest.
Was bitte soll daran denn schlimm sein???
33. Du Dich über Dein neues Auto nur deshalb freust, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.
Nein!
34. Du Dir nicht vorstellen kannst, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.
doch doch! Man kann auch nett gucken, was die anderen Leute so einkaufen
35. Du Dir zu allen Feiertagen nur Bücher wünscht, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können.
Ertappt
36. Du Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen kaufst, obwohl Du noch nie ein Buch zweimal gelesen hast.
Nein, so wahnsinnig bin ich dann auch nicht...aber macht das echt jemand?? (Rückmeldungen erwünscht)
37. Du nach jedem Kapitel die durchschnittliche Seitenanzahl je Kapitel berechnest
Planung ist alles!
38. Du unter allen Umständen ein neues Buch beginnen musst, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast und Du dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich nimmst.
mein SuB ist in gut erreichbarer Höhe
39. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst.
wie gesagt sind meine Gelegenheit, in eine Buchhandlung zu kommen, selten - da muss man das ja auch nutzen!
40. wenn bei dir abends, während du im Bett liegst und noch ein paar Seiten liest, plötzlich der Wecker klingelt, weil du aufstehen mußt
Nur noch 60 Seiten!!!!!!! Das muss noch klappen, ich muss wissen, wie es ausgeht!
41. Du feststellst, dass du für deine Lieben nur Weihnachtsgeschenke gekauft hast, die auf deiner Bücherwunschliste stehen
Ich finde, man sollte nur Dinge verschenken, über die man sich auch selbst freuen würde
So also - damit wäre klar bewiesen, ich bin NICHT büchersüchtig,ich lese nur gern....und viel....und eigentlich immer....okay, ich lese leidenschaftlich gern...aber süchtig bin ich nicht!!
Wo wir gerade bei Büchern sind - liebt ihr das auch so wie ich, wenn auf dem Einband Prägungen sind, wo man immer und immer wieder drüber streichen kann?? Toll ist es in der Buchhandlung, wenn 10 Exemplare nebeneinander liegen und man dran lang gehen kann!! Ganz toll in der Hinsicht ist die Taschenbuchausgabe von "Saeculum" - probiert es mal aus!
Du erkennst, dass Du büchersüchtig bist, wenn:
1. Du Deinen eigenen deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon hast.
Schon einmal ein Punkt für mich!! Hab ich definitiv nicht - wer kann sich bei den vielen tollen Büchern, die dauernd auf dem Markt erscheinen schon alle neu leisten?? Nein nein, ich kaufe gern gebrauchte Bücher!
2. Deine Kreditkartenabrechnungen per Büchersendung verschickt werden.
Auch nicht -puh!!
3. Du erst eine Buchserie komplett kaufst, und Du Dich noch bevor Du überhaupt den ersten Teil gelesen hast, auf Teil 4 freust.
Hm, tja - also so pauschal kann man das nicht sagen!! Immerhin lese ich auch Buchreihen, die noch gar nicht fertig geschrieben sind, da kann ich ja nicht erst abwarten, wieviele da noch kommen! Aber ja, ich freue mich schon sehr, wenn ich den ersten Teil einer Reihe lese und merke, sie gefällt mir gut und ich weiß, darauf folgen noch mehrere Bänder - ist doch verständlich, oder????
4. Du das Jahr nicht in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, sondern Frühjahrsneuerscheinungen und Herbstneuerscheinungen einteilst.
tja, hm......kann ich die Antwort verweigern???? Ich nehm den Telefonjoker!!
5. Du mehr Lieferauskünfte Deines Online-Buchhändlers als Spam-Mails zugeschickt bekommst.
DAS liegt ja nur daran, dass ich sehr wenig Spam-Mails bekomme...
6. Du Deine Buchhandlung danach auswählst, wie weit es zum nächsten Parkhaus ist, damit Du nicht so weit und so schwer tragen musst.
Glück gehabt - nein, das trifft schonmal gar nicht zu...ich wohne hier auf dem norddeutschen Land, die einzige Buchhandlung vor Ort vertreibt mehr Ansichtskarten als Bücher und dank Arbeit und dreier Nachwuchsblondinen besteht höchst selten die Möglichkeit, eine richtige Buchhandlung von innen zu sehen (ich liebe das Internet!) und wenn es dann doch mal so kommt: da bin ich dann nicht mehr wählerisch.
7. Dein SUB (Stapel ungelesener Bücher) in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa ähnelt.
Gesetzt den Fall, ich würde ihn aufeinander stapeln, tja, öhm......ich fürchte, leugnen zwecklos. Aber ich würde natürlich nie meine Bücher derart gefährden, die stehen brav im Regal!
8. Du Dich im im Mai ärgerst, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist.
Nein nein, mein Online-Buchhändler ist da auf Zack - da kann ich gaaaanz früh vorbestellen!!
9. Du Dir die Namen der Familienmitglieder Deiner Serienhelden besser merken kannst, als die Deiner eigenen Verwandschaft.
Na jaaaa, ich hab halt eine ziemlich große Verwandtschaft!
10. Dein Postbote Dich hasst.
Okay, da muss ich ehrlich sein!! Ich glaube, das tut er wirklich
11. Deine Familie Dich ohne Buch vor dem Gesicht gar nicht mehr erkennt.
Fotos erhöhen den Wiedererkennungswert, man muss sie nur strategisch günstig in der Wohnung verteilen
12. Du Dich über ein schlechtes TV-Programm und somit mehr Lesezeit freust.
Wann bitte ist das Fernsehprogramm mal nicht schlecht?? Außerdem bin ich multi-tasking-fähig, ich kann lesen und parallel fernsehen.
13. Du Dich bei eBay im Eifer des Gefechts selbst überbietest.
Das verhindert ja schon allein die Technik dort!
14. Die Leihbücherei Deines Heimatortes nur aufgrund deiner Buchspenden existieren kann.
Nein, die haben einen eigenen Förderverein, der sie bestens ausstattet!
15. Du alle Wochenenden im Baumarkt verbringst, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen!
Ich bin einfach gleich in ein Haus mit großen Bücherregalen gezogen - die Baumarktzeit würde ja von der Lesezeit abgehen, das geht mal gar nicht
16. Dein Puls auf 180 steigt, sobald Dein SUB auf unter 5 sinkt.
okay, okay - Punkt für den Test
17. Dich alle im Ort nur „Der Schrecken der Flohmärkte“ nennen.
.....neeeeeiiiinnnn, bestimmt nicht
18. Dein Vermieter Dir kündigt, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.
Puh, der Vermieter hat das Haus sehr solide gebaut!!
19. Du an Sonn- und Feiertagen entweder online bestellst oder an den Hauptbahnhof gehst, um dir Suchtstoff zu beschaffen!
Hauptbahnhof haben wir nicht....unser Bahnhof hat nur nen Fahrkartenautomaten...
20. Du in den Urlaub fährst und die Klamotten im Handgepäck hast und der Koffer ist voller Bücher.
Hoch menno! Das sind aber auch gemeine Fragen...
21. Du Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien versiehst, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.
Nein, so penibel bin ich nicht (außerdem bekanntermaßen motorisch inkompetent, sodass unter der Folie lauter Luftblasen wären, was mich viel mehr stören würde...)
22. Du bereits Freundschaften gekündigt hast, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.
Ja das macht man aber doch auch nicht!!!!!!!
23. Du heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern riechst und Dich dabei verstohlen umsiehst.
Wisst ihr eigentlich wie gut neue Bücher riechen?????
24. Du Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig hältst.
Ja wenn ich schon vorher weiß, wer der Mörder ist, brauch ich doch das Buch auch nicht mehr zu lesen, oder???
25. Jedes Buch behältst, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst.
Wer kauft denn schon Bücher, die einem nicht gefallen?? Nein nein, das Buch, das mir wirklich nicht gefallen hat, steht auch nicht mehr in meinem Regal (der Platz ist ja auch begrenzt)
26. Du das Gefühl hast, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast.
Ja aber das geht doch wohl jedem so!!!
27. Du niemals das Haus ohne Buch verlässt.
ja, das kann ich nicht bestreiten
28. Du Dich über Bücher ärgerst, die Dir nicht gefallen, Du sie aber trotzdem zuende liest.
öhm tja, nein!!!! "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" fand ich so grottig, dass ich es NICHT zuende gelesen habe
29. Du Grundsätzlich für jedes Buch ein neues Lesezeichen verwendest.
Nein
30. Du anstatt vor das Aquarium vor Dein Bücherregal sitzt.
Ja das könnte durchaus passieren.....
31. Du als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern hegst.
Ja!!!!!!
32. Du beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext liest.
Was bitte soll daran denn schlimm sein???
33. Du Dich über Dein neues Auto nur deshalb freust, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.
Nein!
34. Du Dir nicht vorstellen kannst, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.
doch doch! Man kann auch nett gucken, was die anderen Leute so einkaufen
35. Du Dir zu allen Feiertagen nur Bücher wünscht, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können.
Ertappt
36. Du Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen kaufst, obwohl Du noch nie ein Buch zweimal gelesen hast.
Nein, so wahnsinnig bin ich dann auch nicht...aber macht das echt jemand?? (Rückmeldungen erwünscht)
37. Du nach jedem Kapitel die durchschnittliche Seitenanzahl je Kapitel berechnest
Planung ist alles!
38. Du unter allen Umständen ein neues Buch beginnen musst, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast und Du dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich nimmst.
mein SuB ist in gut erreichbarer Höhe
39. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst.
wie gesagt sind meine Gelegenheit, in eine Buchhandlung zu kommen, selten - da muss man das ja auch nutzen!
40. wenn bei dir abends, während du im Bett liegst und noch ein paar Seiten liest, plötzlich der Wecker klingelt, weil du aufstehen mußt
Nur noch 60 Seiten!!!!!!! Das muss noch klappen, ich muss wissen, wie es ausgeht!
41. Du feststellst, dass du für deine Lieben nur Weihnachtsgeschenke gekauft hast, die auf deiner Bücherwunschliste stehen
Ich finde, man sollte nur Dinge verschenken, über die man sich auch selbst freuen würde
So also - damit wäre klar bewiesen, ich bin NICHT büchersüchtig,ich lese nur gern....und viel....und eigentlich immer....okay, ich lese leidenschaftlich gern...aber süchtig bin ich nicht!!
Wo wir gerade bei Büchern sind - liebt ihr das auch so wie ich, wenn auf dem Einband Prägungen sind, wo man immer und immer wieder drüber streichen kann?? Toll ist es in der Buchhandlung, wenn 10 Exemplare nebeneinander liegen und man dran lang gehen kann!! Ganz toll in der Hinsicht ist die Taschenbuchausgabe von "Saeculum" - probiert es mal aus!
Donnerstag, 29. Dezember 2011
motorische Inkompetenz
Gerade läuft im Fernsehen der 2. Teil von Bridget Jones, ich liebe Bridget Jones, ich liebe den englischen Humor und außerdem muss man ehrlicherweise zugeben, dass ein Großteil meiner Selbst in diesem Film vorkommt, nein nicht das dramatische Hin und Her zwischen Bridget, Hugh-Hushpuppie-Grant und Mr. StockimHintern, zu derartiger Dramaturgie neige ich normalerweise nicht, aber auch ich bin überzeugt, man kann problemlos von Schokolade, Eis, Kaffee, Nikotin und Alkohol leben - und zwar ausschließlich und noch eines ist uns beiden gemein - die motorische Inkompetenz und die Fähigkeit, kein Fettnäpfchen auszulassen.
Kurz vor Silvester neigt man ja zum Jahresrückblick und ich muss sagen - das nahezu vergangene war bemerkenswert arm an Unfällen - sehr ungewöhnlich für mich.....lässt man man die letzten Dezemberwochen außer acht, in denen ich mehrfach Gast der Notaufnahme war (und das auch noch vollkommen ohne mein Zutun), ist es schon fast rekordverdächtig.
Aber man muss auch die positiven Seiten sehen: ich sorge immer dafür, dass gestresste, überarbeitete Ärzte auch mal etwas zu Lachen haben.....
Landet man an einem Sonntag Nachmittag in der chirurgischen Ambulanz, sind die armen Ärzte dort bereits seit Stunden mit diversen Fußballverletzungen beschäftigt, da komme ich gerade recht - Bänderriss, typische Sportverletzung! So fragt auch gleich die Ärztin: "Sportunfall?" Ich finde, meine Ehrlichkeit muss man mir hoch anrechnen!! "Nein, aus der Dusche gestiegen" - und JA! Man kann sich problemlos die Außenbänder reißen, indem man aus der Duschwanne steigt *grummel*
Oder ein weiteres Beispiel für mein selbstloses Arztaufmuntern: Ich lande beim Chirurgen (wieder einmal), irgendeiner der vielen Millionen Handwurzelknochen ist gebrochen....Chirurg: "gefallen?", ich: "Ja!" - endlich mal einer, dem das reicht!! ...... zu früh gefreut "wie ist das denn genau passiert???"
"öhm ja.....unser Fußboden im Wohnzimmer ist dunkelbraun, als ich von der Küche ins Wohnzimmer flitzte, habe ich so die Katzenkotze auf dem Boden übersehen, bin volle Kanne drin ausgerutscht, sah meine Beine noch an meinen Ohren vorbeifliegen und das war's dann..."
In diesem Sinne: auf ein gesundes 2012!
Kurz vor Silvester neigt man ja zum Jahresrückblick und ich muss sagen - das nahezu vergangene war bemerkenswert arm an Unfällen - sehr ungewöhnlich für mich.....lässt man man die letzten Dezemberwochen außer acht, in denen ich mehrfach Gast der Notaufnahme war (und das auch noch vollkommen ohne mein Zutun), ist es schon fast rekordverdächtig.
Aber man muss auch die positiven Seiten sehen: ich sorge immer dafür, dass gestresste, überarbeitete Ärzte auch mal etwas zu Lachen haben.....
Landet man an einem Sonntag Nachmittag in der chirurgischen Ambulanz, sind die armen Ärzte dort bereits seit Stunden mit diversen Fußballverletzungen beschäftigt, da komme ich gerade recht - Bänderriss, typische Sportverletzung! So fragt auch gleich die Ärztin: "Sportunfall?" Ich finde, meine Ehrlichkeit muss man mir hoch anrechnen!! "Nein, aus der Dusche gestiegen" - und JA! Man kann sich problemlos die Außenbänder reißen, indem man aus der Duschwanne steigt *grummel*
Oder ein weiteres Beispiel für mein selbstloses Arztaufmuntern: Ich lande beim Chirurgen (wieder einmal), irgendeiner der vielen Millionen Handwurzelknochen ist gebrochen....Chirurg: "gefallen?", ich: "Ja!" - endlich mal einer, dem das reicht!! ...... zu früh gefreut "wie ist das denn genau passiert???"
"öhm ja.....unser Fußboden im Wohnzimmer ist dunkelbraun, als ich von der Küche ins Wohnzimmer flitzte, habe ich so die Katzenkotze auf dem Boden übersehen, bin volle Kanne drin ausgerutscht, sah meine Beine noch an meinen Ohren vorbeifliegen und das war's dann..."
In diesem Sinne: auf ein gesundes 2012!
Dienstag, 20. Dezember 2011
die heeren Vorsätze
Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert
Naja, da ist es wenigstens warm, von Kälte bekomme ich eh zu schnell Verspannungen...
Nein, ich habe nicht Weihnachten übersprungen und bin schon bei den Vorsätzen fürs Neue Jahr - DA bin ich realistisch, ich nehme mir nichts vor, dann kann auch nichts schief gehen.
Aber jedes Jahr VOR der Adventszeit nimmt Frau sich soooo viel vor, was alles aber dieses Jahr bestimmt gemacht werden muss:
- rechtzeitig vor Beginn der Adventszeit alle Geschenke haben: okay, zumindest bestellt waren sie alle, mittlerweile sind auch alle eingetrudelt, DAS hat geklappt!
- den lieben Verwandten nette Weihnachtskarten mit den Nachwuchsblondinen drauf schicken: 2003 (da gab es nur eine Nachwuchsblondine) habe ich das sogar geschafft! Mittlerweile beschwert sich allerdings gerade der ältere Teil der Verwandtschaft lautstark, dass sie gar nicht mehr wissen, wie die Mädels aussehen; hat natürlich auch in diesem Jahr zeitlich nicht hingehauen, nicht einmal ein passendes Foto war möglich....
- die Geschenke zeitnah verpacken: naja, zeitnah ist ja ein dehnbarer Begriff....heute ist noch keines verpackt....ist auch momentan etwas schwierig, da die Miniblondine selten vor mir schläft und wenn dann doch mal, der Elan nicht mehr da ist....
- die Geschenke, die einen weiteren Weg haben, rechtzeitig auf die Reise schicken, damit sie auch pünktlich ankommen....ja die stehen noch immer im Arbeitszimmer....
- alle haltbaren Lebensmittel, die für die Feiertage benötigt werden, mindestens eine Woche vorher im Haus haben, um dem Weihnachtseinkaufschaos zu entgehen...hach ja, aktuell schwanke ich noch zwischen Donnerstagabend oder Freitagmorgen einkaufen.....diese Woche wohlgemerkt, nicht bereits letzte...aber immerhin, der Tisch für den 2. Weihnachtstag beim Griechen ist reserviert (fiel mir gestern doch siedenheiß ein)....
Es ist mir nach wie vor schleierhaft, warum das nicht mal ein Jahr alles klappt....wobei ich es doch besser wissen sollte: hat es nicht geklappt, als ich noch ganztags daheim bei den Nachwuchsblondinen war, wie soll es jetzt, neben Arbeit, Kinder, Haushalt, etc noch klappen...aber so ganz mag man sich von den Hoffnungen ja nicht verabschieden...
......aber nächstes Jahr klappt es bestimmt!
Naja, da ist es wenigstens warm, von Kälte bekomme ich eh zu schnell Verspannungen...
Nein, ich habe nicht Weihnachten übersprungen und bin schon bei den Vorsätzen fürs Neue Jahr - DA bin ich realistisch, ich nehme mir nichts vor, dann kann auch nichts schief gehen.
Aber jedes Jahr VOR der Adventszeit nimmt Frau sich soooo viel vor, was alles aber dieses Jahr bestimmt gemacht werden muss:
- rechtzeitig vor Beginn der Adventszeit alle Geschenke haben: okay, zumindest bestellt waren sie alle, mittlerweile sind auch alle eingetrudelt, DAS hat geklappt!
- den lieben Verwandten nette Weihnachtskarten mit den Nachwuchsblondinen drauf schicken: 2003 (da gab es nur eine Nachwuchsblondine) habe ich das sogar geschafft! Mittlerweile beschwert sich allerdings gerade der ältere Teil der Verwandtschaft lautstark, dass sie gar nicht mehr wissen, wie die Mädels aussehen; hat natürlich auch in diesem Jahr zeitlich nicht hingehauen, nicht einmal ein passendes Foto war möglich....
- die Geschenke zeitnah verpacken: naja, zeitnah ist ja ein dehnbarer Begriff....heute ist noch keines verpackt....ist auch momentan etwas schwierig, da die Miniblondine selten vor mir schläft und wenn dann doch mal, der Elan nicht mehr da ist....
- die Geschenke, die einen weiteren Weg haben, rechtzeitig auf die Reise schicken, damit sie auch pünktlich ankommen....ja die stehen noch immer im Arbeitszimmer....
- alle haltbaren Lebensmittel, die für die Feiertage benötigt werden, mindestens eine Woche vorher im Haus haben, um dem Weihnachtseinkaufschaos zu entgehen...hach ja, aktuell schwanke ich noch zwischen Donnerstagabend oder Freitagmorgen einkaufen.....diese Woche wohlgemerkt, nicht bereits letzte...aber immerhin, der Tisch für den 2. Weihnachtstag beim Griechen ist reserviert (fiel mir gestern doch siedenheiß ein)....
Es ist mir nach wie vor schleierhaft, warum das nicht mal ein Jahr alles klappt....wobei ich es doch besser wissen sollte: hat es nicht geklappt, als ich noch ganztags daheim bei den Nachwuchsblondinen war, wie soll es jetzt, neben Arbeit, Kinder, Haushalt, etc noch klappen...aber so ganz mag man sich von den Hoffnungen ja nicht verabschieden...
......aber nächstes Jahr klappt es bestimmt!
Donnerstag, 24. November 2011
Evolution sucks!
Dank kranker Miniblondine bin ich diese Woche nicht arbeiten. Wobei das so nicht richtig ist, ich verteile den größten Teil meiner Arbeit auf die frühen Morgen- oder die Abendstunden, wenn der Herr des Hauses in selbigem weilt und erledige das, was möglich, von zu Hause aus. Statt mit erwachsenen Menschen im Büro, verbringe ich meine Tage mit einer entweder mies gelaunten, weil müde und kranken Miniblondine oder einer mies gelaunte, weil kein Fieber und nicht ausgelasteten Miniblondine - läuft im Endeffekt auf dasselbe raus - Entspannung geht anders.
Als das Fieber es dann aber doch schaffte, die Miniblondine zu 50 Minuten Koma zu bringen, hatte ich so die Gelegenheit, mich mit Informationen, die niemand braucht, im TV abzulenken....es ging um Stress von Mann und Frau, wenn Arbeit und Familie im Spiel sind. Das getestete Paar: Mann, Anfang 40, Projektleiter, bis 17:30 Uhr außer Haus; Frau, ungefähr gleich alt, arbeitete bis 14 Uhr als Erzieherin und kümmert sich den Rest des Tages um die beiden halbwüchsigen Söhne, Haushalt, Einkauf, etc. Die Stress-Messgeräte messen erst ab Feierabend....Frau kommt nach Hause, Kinder ebenfalls, Mittagessen, Haushalt, Hausaufgaben, Wäsche, Einkauf, Garten, etc.....17:30 Uhr - der Mann kommt nach Hause. In der Woche macht er schonmal gar nichts im Haushalt oder wie er sagte "seine Mitarbeit in der Woche beschränkt sich darauf, mit seinen Söhnen Vokabeln zu lernen" und am Wochenende muss er ausruhen.....Mann kommt schon mit hohem Stresspegel nach Hause ("Ich hab ja noch nicht alles hinter mir gelassen, was tagsüber so gelaufen ist..."), 20 Minuten Hausaufgabenbetreuung - der Stresspegel schnellt ins Unermessliche, wobei der Nachwuchs brav am Tisch sitzt und fleißig mit macht (das kenne ich hier gaaaanz anders!) und selbst als Mann danach Fußball schauend vor dem Fernseher sitzt, sinkt der Stresspegel nicht ab! Die Frau, die während er Fußball guckt, noch immer mit der Wäsche beschäftigt ist, hat den gesamten Nachmittag und Abend über einen moderaten Stresspegel. Die konsultierte Psychologin erklärt, dass das halt evolutionsbedingt sei: die Frau mache zwar sehr viele unterschiedliche Arbeiten den Tag über, entsprechend erledigt sie deutlich mehr als ihr Mann - aber Frau sei das ja gewohnt, von daher stresst es sie nicht so sehr, sie habe gelernt, damit umzugehen. Männer hingegen fühlen sich schneller gestresst!
Der Mann hat damit klar erwiesen gesehen, dass sein Leben viel stressiger ist!! Hallo?????? Nur weil Mann nicht in der Lage ist, damit UMZUGEHEN, ist das doch wohl bitte kein Freifahrtschein, einfach nichts mehr zu machen??? Den Kommentar des hauseigenen Y-Chromosomenträgers, wenn er dies hier liest, kann ich mir schon selbst ausmalen - im Endeffekt läuft es doch darauf hinaus, dass wir Frauen von der Evolution verarscht wurden - Evolution sucks!
Als das Fieber es dann aber doch schaffte, die Miniblondine zu 50 Minuten Koma zu bringen, hatte ich so die Gelegenheit, mich mit Informationen, die niemand braucht, im TV abzulenken....es ging um Stress von Mann und Frau, wenn Arbeit und Familie im Spiel sind. Das getestete Paar: Mann, Anfang 40, Projektleiter, bis 17:30 Uhr außer Haus; Frau, ungefähr gleich alt, arbeitete bis 14 Uhr als Erzieherin und kümmert sich den Rest des Tages um die beiden halbwüchsigen Söhne, Haushalt, Einkauf, etc. Die Stress-Messgeräte messen erst ab Feierabend....Frau kommt nach Hause, Kinder ebenfalls, Mittagessen, Haushalt, Hausaufgaben, Wäsche, Einkauf, Garten, etc.....17:30 Uhr - der Mann kommt nach Hause. In der Woche macht er schonmal gar nichts im Haushalt oder wie er sagte "seine Mitarbeit in der Woche beschränkt sich darauf, mit seinen Söhnen Vokabeln zu lernen" und am Wochenende muss er ausruhen.....Mann kommt schon mit hohem Stresspegel nach Hause ("Ich hab ja noch nicht alles hinter mir gelassen, was tagsüber so gelaufen ist..."), 20 Minuten Hausaufgabenbetreuung - der Stresspegel schnellt ins Unermessliche, wobei der Nachwuchs brav am Tisch sitzt und fleißig mit macht (das kenne ich hier gaaaanz anders!) und selbst als Mann danach Fußball schauend vor dem Fernseher sitzt, sinkt der Stresspegel nicht ab! Die Frau, die während er Fußball guckt, noch immer mit der Wäsche beschäftigt ist, hat den gesamten Nachmittag und Abend über einen moderaten Stresspegel. Die konsultierte Psychologin erklärt, dass das halt evolutionsbedingt sei: die Frau mache zwar sehr viele unterschiedliche Arbeiten den Tag über, entsprechend erledigt sie deutlich mehr als ihr Mann - aber Frau sei das ja gewohnt, von daher stresst es sie nicht so sehr, sie habe gelernt, damit umzugehen. Männer hingegen fühlen sich schneller gestresst!
Der Mann hat damit klar erwiesen gesehen, dass sein Leben viel stressiger ist!! Hallo?????? Nur weil Mann nicht in der Lage ist, damit UMZUGEHEN, ist das doch wohl bitte kein Freifahrtschein, einfach nichts mehr zu machen??? Den Kommentar des hauseigenen Y-Chromosomenträgers, wenn er dies hier liest, kann ich mir schon selbst ausmalen - im Endeffekt läuft es doch darauf hinaus, dass wir Frauen von der Evolution verarscht wurden - Evolution sucks!
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